Külsheim

Pater-Alois-Grimm-Schule Interessante Vorträge, Workshops und Experimente im Rahmen des Programms „Coaching4Future“

Innovationen mitgestalten macht Spaß

Archivartikel

Auf eine spannende Reise in die Welt der „Mint“-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik begeben sich in dieser Woche die Acht- und Neuntklässler der Pater-Alois-Grimm-Schule.

Külsheim. Mit ihrem Programm „Coaching4Future“ wollen die Baden-Württemberg Stiftung, der Arbeitgeberverband Südwestmetall und die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit Schüler in der Berufswahlphase über die Zukunftschancen und beruflichen Möglichkeiten im sogenannten „Mint“-Bereich informieren und sie nachhaltig für eine entsprechende Ausbildung oder ein Studium motivieren.

Dazu sind bis Freitag Daniel Gugel (Master of Science Umweltschutztechnik) und Victoria Schöffler (Master of Science Neuorobiologie) bis Freitag an der Külsheimer Pater-Alois-Grimm-Schule zu Gast. Im Angebot haben sie für die einzelnen Klassen interaktive Vorträge, die Gelegenheit, sich mit unterschiedlichsten Exponaten vertraut zu machen sowie vertiefende Workshops, um in neue Welten einzutauchen.

Vielseitige Berufsbilder

Gugel und Schöffler tragen locker und dennoch zielgerichtet vor, binden die gesamte Klasse in das Gespräch mit ein. Sie präsentieren technische Innovationen und zeigen, welche vielseitigen Berufsbilder sich dahinter verbergen. So beschäftigt sich etwa ein Elektroniker Automatisierungstechnik mit Sensoren für Geräte, die Hören möglich machen, ein Kfz-Mechatroniker damit, wie es funktionieren kann, dass ein Fenster gehoben wird. Ein Verfahrensmechaniker weiß, wie Prozesse vom Kleinen ins Große übertragen werden können, wie man viele Autos nacheinander lackieren oder organische Solarzellen industriell herstellen kann. Weiter geht es darum, wie ein Vermessungstechniker dazu beiträgt, dass ein von beiden Seiten begonnener Tunnel in der Mitte zusammentrifft, und warum ein Zerspanungsmechaniker Pläne lesen können sollte.

Gutes Grundwissen

Auch beim Thema „Nah- und Fernverkehr der Zukunft“ überzeugen manche Jugendliche durch ihr gutes Grundwissen. Für Begeisterung sorgt der Film, der zeigt, wer wie an der Entwicklung des „Hyperloop“ beteiligt ist.

Kleine Experimente, die zuvor von den Experten gezeigt werden, dürfen die Schüler selbst ausprobieren. Quizfragen und deren Beantwortung lockeren den abwechslungsreichen Ablauf weiter auf.

Ausgiebig diskutiert wird die Frage: „Wie werden wir die Welt retten?“ Dabei geht es auch darum, wie Müll ins Meer kommt und wie man sich diesem Problem zukunftsorientiert widmet. Die Jugendlichen bringen in die Diskussion ihre Gedanken zum Thema Müllvermeidung ein und zeigten logische Zusammenhänge auf. Für Staunen sorgt das Projekt „The Ocean Cleanup“, bei dem Müll auf dem Meer eingesammelt wird.

Die Jugendlichen nutzen gerne die Gelegenheit, sich verschiedene Exponate anzuschauen und deren Funktionsweise kennen zu lernen.

Im Gespräch mit den fränkischen Nachreichten bewertet Luca Varga die Aufbereitung der Themen als „sehr gut“. Ihn hat das Berufsbild Zerspanungstechniker am meisten angesprochen. Flora-Maria Füger gefällt an dem Vortrag die vielen Informationen und die Art, wie die Berufe vorgestellt werden. Auch wenn die „ Mint“-Berufe nicht ganz so ihre Welt seien, wolle sie ein entsprechendes Praktikum dennoch absolvieren.

Die Welt retten

Noah Arslan und Fabio Russo sind vom Thema „Welt retten“ begeistert. Beide hatten sich schon zuvor damit beschäftigt. Das sei ein wichtiges Thema für die Zukunft und besonders für ihre Generation, betonen die beiden Schüler. Arslan: „Es wird spätestens jetzt Zeit, dass wir etwas tun. Wenn wir jetzt nicht handeln, werden wir die Konsequenzen spüren.“

Beim Workshop „Informationstechnik“ können die Jugendlichen mit Hilfe von speziellen Modulen unterschiedliche Roboter aus verschiedenen Elementen bauen. Sie erleben dabei, wie Roboter sehen oder laufen lernen, realisierten, wie Robotik und Digitalisierung im Alltag und in der Industrie Anwendung finden und welche Rolle die informationstechnischen Berufe dabei spielen.

Schnell wird klar, dass der Aufbau des Programms „Coaching4Future“ sowie die gelungene Präsentation vor Ort viele der Acht- und Neuntklässler für „Mint“-Berufe begeistern. Denn sie merken, wie viel Spaß es machen kann, Innovationen aktiv mitzugestalten.