Külsheim

Gemeinderat Külsheim Architektenleistungen zur Sanierung der Uissigheimer Stahlberghalle vergeben

Feuerwehr erhält ein neues Fahrzeug

Archivartikel

Der Külsheimer Gemeinderat vergab in seiner Sitzung Architektenleistungen zur Sanierung der Uissigheimer Stahlberghalle. Zudem war die Beschaffung eines Fahrzeugs für die Feuerwehr Thema.

Külsheim. Beim Thema „Sanierung der Stahlberghalle Uissigheim“ erklärte Heiko Wolpert vom Bauamt am Montagabend im Rathaus, dass die Halle in den 1980er Jahren errichtet und später um einen Bühnenanbau ergänzt worden ist. Mittlerweile sei das rege genutzte Gebäude sehr sanierungsbedürftig und aus energetischer Sicht veraltet. Zudem müsse die Heizung intensiv gewartet werden.

Im Haushalt 2020 sei eine erste Planungsrate für die Maßnahme vorgesehen, so Wolpert weiter. Man wolle zeitnah beginnen. Zusammen mit den Nutzern und der Ortsverwaltung soll untersucht werden, welche Sanierungsmaßnahmen erforderlich und welche Anforderungen künftig an das Gebäude gestellt werden. Ziel sei ein ganzheitliches Sanierungskonzept, das als Grundlage für die Förderanträge und die weitere Finanzplanung diene.

Nach Aussage des Fachmanns ergeben sich die exakten anrechenbaren Kosten im Laufe der Planungsphase. Zunächst würden als Grundlage für die ersten Planungsleistungen anrechenbare Netto-Baukosten von rund 870 000 Euro angenommen.

Die Verwaltung schlug dem Gemeinderat vor, den Gesamtauftrag grundsätzlich an das Architekturbüro Jouaux aus Grünsfeld stufenweise zu vergeben, als erster Schritt die Planungsphase. Die benötigten 37 540 Euro seien im Finanzhaushalt 2020 finanziert.

Auf Nachfragen aus dem Gremium hieß es, dass zunächst geschaut werde, was überhaupt gemacht werden könne. Die Entscheidung „Sanierung oder Neubau“ falle später falle. Dazu seien auch verschiedene Voruntersuchungen nötig.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die gesamten Architektenleistungen für die Sanierung der Stahlberghalle Uissigheim an das Architekturbüro Jouaux aus Grünsfeld zu vergeben. Der erste Schritt beinhaltet die Leistungsphasen eins bis drei mit einer Summe von brutto 37 540 Euro. Werden Fördermittel aus dem Ausgleichsstock zugesagt und wenn die Gesamtfinanzierung sichergestellt ist, werden die übrigen Leistungsphasen und die Zusatzleistungen beauftragt.

In die Jahre gekommen

Weiter befasste sich der Gemeinderat mit der Beschaffung eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF 20) für die Freiwillige Feuerwehr, Abteilung Külsheim. Wie Heiko Wolpert erläuterte, sei das momentan genutzte Löschgruppenfahrzeug 1985 beschafft worden und nun an seine technischen und wirtschaftlichen Grenzen gerückt. Die Ersatzteilversorgung sei nicht mehr gewährleistet. Der Ausfall des Schlüsselfahrzeugs innerhalb der Gesamtfeuerwehr könne nicht riskiert werden. Zudem habe der TÜV Süd eine Ersatzbeschaffung dringend empfohlen.

Wolpert verwies darauf, dass die Beschaffung des Fahrzeugs ursprünglich 2018/19 geplant gewesen sei, dann aber verschoben wurde. Im vergangenen Jahr sei ein Antrag auf Feuerwehrfachförderung gestellt worden. Der Zuwendungsbescheid über 92 000 Euro liege bereits vor. Die Gesamtkosten betragen rund 400 000 Euro brutto. Aufgrund des Auftragsvolumens sei es erforderlich, den Lieferauftrag europaweit auszuschreiben. Um die vergaberechtlichen Vorgaben und Abläufe des komplexen Ausschreibungsverfahrens rechtssicher einhalten zu können, soll die Ausschreibung von einem Fachbüro erstellt werden.

Der Redner nannte die Brandschutzplanung Renninger GmbH (Giebelstadt-Eßfeld) mit einem Brutto-Preis von rund 6664 Euro als günstigsten Bieter. Dieser habe eine Bearbeitungsdauer von zirka vier bis acht Wochen angegeben. Die Summe für die Erstellung der Ausschreibung sei im Finanzhaushalt 2020 finanziert.

Mehrere Räte wunderten sich über das komplexe Ausschreibungsverfahren. Einstimmig stimmte das Gremium der Vergabe zu.

Über die Bildung eines gemeinsamen Gutachterausschusses im nördlichen Main-Tauber-Kreis und die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen informierte Heiko Wolpert ausführlich. Die novellierte Gutachterausschussverordnung ermögliche benachbarten Kommunen innerhalb eines Landkreises die Bildung leistungsfähiger Einheiten für eine sachgerechte und bessere Aufgabenerfüllung, also einen gemeinsamen Gutachterausschuss.

In Gesprächen sei von den Bürgermeistern die Bildung von zwei gemeinsamen Gutachterausschüssen, jeweils für den südlichen und für den nördlichen Teil des Main-Tauber-Kreises, als fachlich sinnvoll befürwortet worden. Für den nördlichen Kreis könne sich die Stadt Wertheim vorstellen, die Aufgaben administrativ zu erfüllen und die Geschäftsstelle des gemeinsamen Gutachterausschusses zu übernehmen. Die Anzahl der Mitglieder würde von der Stadt Wertheim in Abstimmung mit den beteiligten Städten und Gemeinden festgelegt, so Wolpert. Für die Erfüllung der Aufgaben sei erforderlich, dass die gemeinsame Geschäftsstelle alle notwendigen Informationen zur Verfügung gestellt bekommt.

Der Entwurf der Vereinbarung sieht vor, dass von Kosten in Höhe von 2,50 Euro je Einwohner auszugehen sei. Dies ergebe für Külsheim bei aktuell zirka 5200 Einwohnern jährliche Kosten von 13 000 Euro, erklärte Wolpert weiter. Das Gremium stimmte der Planung einstimmig zu.