Külsheim

Großer Markt Bürger ließen sich vom Ausfall des Festzugs nicht die gute Laune verderben / Auftakt im Festzelt

Festbesucher amüsierten sich ausgezeichnet

Archivartikel

Stets beginnt der Große Markt in Külsheim mit dem Dreiklang Festzug, Bieranstich, Party im Festzelt. Diesmal fiel der Umzug aus. Dennoch amüsierten sich die Besucher ausgezeichnet.

Külsheim. In der Brunnenstadt war am Donnerstag alles vorbereitet für einen farbenfrohen Umzug zum Auftakt des Großen Markts. Sorgen bereitete lediglich die unpassende Witterung. Am späteren Nachmittag und auch noch eine Stunde vor Beginn des bunten Spektakels ging ein lang anhaltendes Gewitter mit starkem Regen über Külsheim nieder.

Rund eine Dreiviertelstunde vor dem geplanten Start des Umzugs trafen die Verantwortlichen schweren Herzens die Entscheidung, den Festzug abzusagen (die FN berichteten bereits). Sicherheitsaspekte waren für sie dabei ausschlaggebend.

Schneller Informationsfluss

In Külsheim und in den Stadtteilen verbreiteten sich über verschiedne Informationskanäle die Neuigkeit wie ein Lauffeuer. Zug-Chef Heiko Wolpert und Hauptamtsleiterin Simone Hickl-Seitz erklärten denjenigen, die dennoch zur Aufstellung in den Wolferstetter Weg kamen vor Ort die Situation. Die Polizei fuhr die vorgesehene Zugstrecke mehrfach ab, um die Bürger zu informieren.

Die Absage wurde von den „verhinderten“ Umzugsteilnehmern weitgehend akzeptiert. Also wurden die Tiere nach Hause zurückgebracht, manch prächtiges Gewand verschwand wieder im Schrank und die Musikinstrumente blieben ebenso ungenutzt wie die Kanone, die normalerweise den Startschuss für den Umzug gibt. Der geplante Festzug wandelte sich zu einem spontanen Sternmarsch gen Festzelt. Die vielen Plätze im Zelt waren zügig besetzt, ein schönes Fest konnte beginnen.

Bürgermeister Thomas Schregl-mann ging kurz darauf ein, dass der Umzug habe ausfallen müssen, und war überzeugt: „Das holen wir im nächsten Jahr nach.“

Der Rathaus-Chef unterstrich, der Külsheimer Große Markt sei eine wunderbare Gemeinschaftsleistung von vielen. Er dankte allen, die mit dazu beitragen, dass das Volksfest in dieser Form stattfinden könne.

Festwirt Henry Traber lobte alle Anwesenden dafür, dass das Festzelt bereits am ersten Tag so voll sei. Er wünschte einen friedlichen Verlauf des Großen Markts und wünschte allen „Spaß auch an den weiteren vier Tagen“.

Bieranstich

Der Bieranstich auf offener Bühne ward umsäumt von den örtlichen Fest-Verantwortlichen, Repräsentanten der Distelhäuser Brauerei sowie Weinhoheiten vom Taubertal, aus Königheim, aus Dertingen und aus Külsheim. Diesmal geriet der Anstich des ersten offiziellen Fasses zu einem etwas längeren Prozedere.

Denn dem jahrelang erfolgreiche „Großer-Markt-Bieranstecher“ Thomas Schreglmann passierte ausgerechnet beim „verflixten siebenten Mal“ ein Malheur: Er zerlegte den Zapfhahn per kräftigem Schlag mit einem Holzhammer unbeabsichtigt in zwei Teile. Der Gerstensaft spritzte vom Fass aus in die Waagerechte und über den Bühnenrand hinaus in Richtung der johlenden Menge im Festzelt. Reaktionsschnell war ein neuer Zapfhahn besorgt und die Zeremonie nahm fortan ihren gewohnten Verlauf. Dann hieß es: „O’zapft is’“.

Die Party mit „Bayernmän“ kam dann stetig auf Touren. Die Band sorgte bei den Besuchern für eine tolle Stimmung. Der Festwirt mit seinem Team hatte alle Hände voll zu tun.

Insgesamt war der Donnerstag beim Großen Markt trotz des Ausfalls des Festzuges ein gelungener Auftakt nach Maß des beliebten Volksfests in der Brunnenstadt.