Külsheim

Ortschaftsrat Gremium besprach wichtige infrastrukturelle Maßnahmen für den Ortsteil

Fabian Winkler ist Jugendbeauftragter

Archivartikel

Uissigheim.Der Ortschaftsrat Uissigheim traf sich zu einer öffentlichen Sitzung im Gymnastikraum der Schule. Besondere Themen waren die momentane Sanierung des ehemaligen Farrenstalls, die dringlich anstehenden Projekte „Generalsanierung Stahlberghalle“ und „Ortsdurchfahrt“ sowie die mögliche Fassadengestaltung am neuen Feuerwehrhaus.

Ortsvorsteher Klaus Kuß begann mit dem Sachstand der derzeit laufenden Sanierung des ehemaligen Farrenstalls, wobei das Gebäude außen größtenteils in Eigenleistung hergerichtet wird. Das Fachwerk an der Straßenseite sei ausgebessert, entsprechendes Mauerwerk abgestrahlt, es gebe neue Fenster, Streicharbeiten seien geleistet worden. Besonderer Dank gelte Josef Nahm, Thomas Schäfer und Paul Berberich, lobte der Ortsvorsteher.

Kuß verwies darauf, dass am Samstag ab neun Uhr freiwillige Helfer benötigt würden, Backsteine an der Giebelseite zu entfernen und abzutransportieren. Die Stadt Külsheim stelle ein Fahrzeug. Balken, welche Stützfunktion hätten, müssten ausgewechselt werden.

Der Ortsvorsteher meinte, es sei nichts Neues, dass für Uissigheim große und kostenintensive Maßnahmen anstünden, manches dulde keinen Aufschub. Das Rechnungsamt habe eine Liste vorgelegt, die vom Gemeinderat beraten, aber noch nicht beschlossen sei.

Ein Projekt, das eigentlich keinen Aufschub dulde, unterstrich Kuß, sei die Generalsanierung der Stahlberghalle. Nach 40 Jahren intensiver Nutzung könne die Notwendigkeit einer Sanierung von niemand bestritten werden, in der vorliegenden Projektplanung seien dafür die Jahre 2022 und 2023 vorgesehen. Nach Ansicht des Ortschaftsrats, welcher Heizung, Dach, Sportboden, Hallenbeleuch-tung und anderes mehr in einem sehr schlechten Zustand kenne, müsse diese Generalsanierung zu einem früheren Zeitpunkt geschehen.

Dringlich sei eine Planung, so der Ortsvorsteher, aus der hervorgehe, was alles gemacht werden müsse und von welchen Kosten man auszugehen habe. Die in 2019 eingestellten 40 000 Euro für eine entsprechende Planung seien nicht abgerufen worden. Wegen der Doppik müsse neu eingestellt werden. Bezüglich der für 2020 vorgesehenen 25 000 Euro für eine Planung hinsichtlich der Generalsanierung der Stahlberghalle habe er gebeten, diese auf 45 000 Euro zu erhöhen.

Die Kosten für diese Generalsanierung, sagte Kuß, lägen um Einiges über einer Million Euro. Der Ortsvorsteher sprach auch an, sofern die Kosten eine gewisse Summe überstiegen, solle man sich auch Gedanken machen, ob ein Neubau ins Auge gefasst werden könne. Dieser liege von den Kosten her gesehen unter Umständen auch nicht höher als eine Generalsanierung. All diese Fragen sollten 2020 geklärt werden, betonte der Ortsvorsteher.

Das andere Großprojekt „Ortsdurchfahrt“ tauche in der Mittelfristplanung bis 2023 nicht mehr auf. Kuß verwies auf ein Schreiben des Bürgermeisters, wonach das Straßenbauamt die Ortsdurchfahrt zu-kunftsfähig machen wolle, dazu mögliche Alternativen betrachte.

Man wisse in Uissigheim, so der Ortsvorsteher, dass die beiden genannten Projekte Stahlberghalle und Ortsdurchfahrt hohen finanziellen Aufwand seitens der Stadt Külsheim erforderten. Beide seien jedoch keine Sonderwünsche, sondern dringend notwendige Maßnahmen, welche in anderen Stadtteilen bereits vor Jahren oder Jahrzehnten durchgeführt worden seien. Bei der Eingemeindung vor knapp 50 Jahren sei die Infrastruktur Uissigheims in Ordnung gewesen, nun eben die älteste aller Ortsteile.

Kuß sagte, der Ortschaftsrat habe sich in der Sitzung am 7. November auch mit der Fassadengestaltung am neuen Feuerwehrhaus beschäftigt. Paul Berberich habe dazu interessante Entwürfe erarbeitet, „nicht alltäglich, eventuell gewöhnungsbedürftig“. Vier Entwürfe wurden vor Ort sichtbar vorgestellt und von Berberich erläutert. Die Entwürfe fanden Akzeptanz bei den anwesenden Bürgern. Bei der anschließenden Diskussion wurde auch klar, dass es gleich mehrere Favoriten und reichlich ergänzende Gedanken gibt.

Der Ortsvorsteher erklärte, der Ortschaftsrat habe sich in zurück liegenden Sitzungen mit dem Thema „Benennung eines Jugendbeauftragten“ befasst. Daraus sei der Gedanke gekommen, einer aus der Mitte des Ortschaftsrates könne als Kontaktperson und Ansprechpartner für die Jugendlichen des Ortes tätig sein.

Der Vorschlag Fabian Winkler, im Ortschaftsrat Uissigheim sichtbar der Jüngste, wurde von den Ort-schaftsräten einstimmig gewählt. Jener soll als Bindeglied zwischen Jugend und Ortschaftsrat fungieren.

Aus dem Publikum heraus ergänzte und informierte Marius Bundschuh die Sicht und Organisationsform der Jugendlichen selbst. Er äußerte, es gebe unterschiedliche Ansprechpartner diverser Altersgruppen der Jugendlichen. hpw