Külsheim

„Gärten im Klimawandel“ Klaus Körber referierte im Rahmen der Wintervortragsreihe der Stadt Külsheim in Zusammenarbeit mit dem Winzerverein

Experte sieht Wassermangel als großes Problem an

Archivartikel

Külsheim.Das Alte Rathaus in Külsheim war am Mittwoch mit nahezu 100 Gästen voll besetzt. Diplom-Ingenieur Klaus Körber von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim referierte in der städtischen Wintervortragsreihe über „Gärten im Klimawandel“.

Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Winzerverein statt. Roswitha Bausback von der Stadtverwaltung und Georg Stang vom Winzerverein zeigten sich bei der Eröffnung von der großen Resonanz beeindruckt.

Klaus Körber ging gleich eindringlich auf das seiner Meinung nach größte Problem der kommenden Jahre ein. So spiele der Wassermangel im gewerblichen und im privaten Gartenbau eine zentrale Rolle. Die Niederschläge seien in den vergangenen Jahren zu wenig, die Sonnenstunden und damit die Hitze im Vergleich zu den statistischen mittleren Werten zu hoch gewesen. Der Redner setzte sich vehement dafür ein, Wasser zu sammeln und gezielt einzusetzen. Auch die Bearbeitung des Bodens durch Zugabe organischer Substanzen spielte eine wesentliche Rolle, damit Bäume und Sträucher Hitzeperioden unbeschadet überstehen.

Wie der Referent weiter feststellte, trage die Begrünung der Städte wesentlich dazu bei, die Temperaturen – vor allem im Sommer – erträglich zu halten. Überzeugt erklärte er, dass sich das Waldbild in den nächsten Jahrzehnten ändern werde. Bäume aus dem südlichen Teil der Erde könnten wegen der klimatischen Bedingungen hier heimisch werden.

Auch im eigenen Garten könne jeder viel für das Klima tun. Neben dem Sammeln von Wasser sei eine bunte Bepflanzung, möglichst mit Bienen- und insektenfreundlichen Gehölzen und Sträuchern, ein wichtiger Baustein, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Anhand vieler Bilder zeigte er Gehölze und Sträucher, die sich als hitzeresistent erwiesen haben und die gut für den privaten Gartenbau sowie für öffentliche Grünanlagen geeignet sind.

Seinen sehr kurzweiligen und teilweise humorvollen Vortrag schloss Klaus Körber mit dem eindringlichen Appell, den Klimawandel ernst zu nehmen und alles dafür zu tun, dass unsere schöne und artenreiche Natur erhalten bleibt. Um das Gehörte in der nächsten Gartensaison umsetzen zu können, wurden Tütchen mit bienen- und insektenfreundlichen Samen an die Gäste verteilt. zug