Külsheim

Forst der Stadt Külsheim Freude über gute Zahlen / 2018 einen Überschuss von 261 000 Euro erzielt / Positive Prognose

Brunnenstädter können weiterhin mit Einnahmen aus dem Wald rechnen

Külsheim.Auch im Zeichen des Waldes stand die öffentliche Sitzung des Külsheimer Gemeinderats am Montagabend in der Festhalle. Neben 16 Bürgern waren Vertreter des Forstamts und die Förster des Külsheimer Walds zugegen. Die in der Sitzung genannten Zahlen erwiesen sich als erfreulich.

Bürgermeister Thomas Schreglmann blickte kurz auf die Waldbegehung am Montagnachmittag (siehe obenstehenden Bericht). Diese sei sehr informativ gewesen, betonte er und sprach dafür Dank aus.

Wie Forstdirektorin Dagmar Wulfes, Amtsleiterin des Forstamts im Main-Tauber-Kreis, erläuterte, stehe für jeden Einzelbestand im Wald fest, was im Plan über zehn Jahre vorgesehen sei. Heuer sei eine Zwischenprüfung erfolgt. Dabei habe man auch naturalgeprüft, ob alles in Ordnung sei. Der Gemeinderat habe das Forsteinrichtungswerk beschlossen, das Forstamt sei verpflichtet, den Wald in diesem Sinne zu bewirtschaften.

Die Arbeit sei gut gelungen, „der Wald ist gut“, betonte Wulfes. Es dürfe gar deutlich mehr Holz genutzt werden. Umgesetzt werde, was mit Blick auf den Holzmarkt sinnvoll sei. Es müssten weniger Kulturen angelegt werden, und es klappe mit der Naturverjüngung. Man könne sehr positiv in die Zukunft des Külsheimer Stadtwalds blicken. Dieser sei so vielfältig, dass auch in schlechten Jahren Gewinne erwirtschaftet werden könnten.

Franz Joseph Hummel vom Forstamt vertiefte den Überblick. Mit der Holznutzung von 53 000 Festmetern in sechs Jahren genau im Plan. Der Fachmann erläuterte, wie hinsichtlich Anbaufläche und Jungbestandspflege Investitionen getätigt werden. Weiter stellte er fest: Die „zufällige Nutzung“ nehme wegen der Trockenjahre zu.

Hummel erklärte detailliert, wo 2018 mehr eingenommen und weniger ausgegeben wurde. Daraus ergab sich ein Überschuss von 261 000 Euro statt der geplanten 137 600 Euro. Auch die Prognose für 2019 klingt erfreulich. So sprach Hummel von einem Überschuss von wohl 160 000 Euro statt der geplanten 132 000 Euro. Mit Blick auf die Betriebsplanung für das Forstwirtschaftsjahr 2020 stellte er fest, im Stadtwald Külsheim gebe es keine Gewinnwarnung. Es werde von einem Überschuss in Höhe von 129 600 Euro ausgegangen.

Der Gemeinderat nahm die Ausführungen zu den Waldjahren 2018 und 2019 zustimmend zur Kenntnis und beschloss die vorgetragenen Ansätze für das Jahr 2020 einstimmig. Der Bürgermeister sprach anschließend den für den Wald Verantwortlichen für deren Engagement und gute Arbeit seinen Dank aus.

Grün- und Anlagepflegekonzept

Heiko Wolpert von der Stadtverwaltung informierte über das vorgesehene Grün- und Anlagepflegekonzept der Stadt Külsheim. Man habe sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und wolle dieses auf neue Füße stellen. Zu beachten sei dabei, dass die Zahl an Grünflächen ebenso ansteige wie die Ansprüche der Bevölkerung und das ökologische Bewusstsein. Der Personaleinsatz werde immer schwieriger. Hinzu kämen Gesichtspunkte wie Klimaveränderung und Trockenheit.

Bisher seien schon die Grünflächen und Anlagen ermittelt sowie Planunterlagen erstellt worden, so Wolpert weiter. Man habe zusammengestellt, wer was bisher erledige, und die verfügbaren Geräte und Maschinen gelistet. Wolpert: „Wir begreifen dies als Chance, andere Wege zu gehen.“ Er sprach die Chancen der Vielfalt an: „ökonomisch, ökologisch, nachhaltig, ästhetisch“.Weiter zeigte er Begrünungsbeispiele aus der Umgegend auf.

Die künftige Vorgehensweise sehe vor, am Projekt „Natur nah dran“ teilzunehmen und einen entsprechenden Antrag zu stellen. Vorgesehen sei eine Auswahl von Grünflächen, die umgestaltet werden sollen, die Prüfung der Möglichkeit, die Grünflächen im Kataster aufzunehmen, sowie eine Definition und die Festlegung der Pflegekategorien. Der Personal- und der Maschineneinsatz solle optimiert, der Gemeinderat fortlaufend informiert werden.

Wolpert nannte diese Informationen als ersten Einstieg in das Thema. Eric Bohnet befand den Ansatz als „sehr gut“. Er regte an, die örtliche Nabu-Gruppe und Fachleute im Gemeinderat einzubeziehen. hpw