Külsheim

Regionalentwicklung Badisch-Franken In Külsheim wurde das vorerst letzte „Leader“-Projekt auf den Weg gebracht

Auswahlausschuss gibt grünes Licht für 20 Projekte

Archivartikel

Odenwald-Tauber.Der Auswahlausschuss beschloss in seiner elften Sitzung in Külsheim zunächst das im zehnten Projektaufruf eingegangene „Leader“-Projekt. Vorbehaltlich der Bewilligung kann sich die römisch-katholische Kirchengemeinde Buchen über einen Zuschuss freuen. Die Pfarrscheune in Hainstadt soll durch die Installation eines Kabinenlifts auch für mobilitätseingeschränkte Menschen nutzbar gemacht werden. Der Antragsteller möchte die Einrichtung dadurch weiter ausbauen und zukunftsfähig gestalten. Die Zukunftsorientierung, den Erhalt und den Ausbau eines Treffpunkts sowie die Einbindung von ehrenamtlichem Engagement, überzeugten die Auswahlausschussmitglieder.

Mittel sind belegt

„Mit der Bezuschussung dieses Projekts sind vorerst die gesamten der Aktionsgruppe zur Verfügung stehenden Mittel der Förderperiode 2014 bis 2020 belegt“, so die Leitung der Geschäftsstelle, Lena-Marie Schindler, im Resümee der ersten Sitzungshälfte. Bisher flossen in der laufenden Förderperiode durch die beschlossenen „Leader“-Projekte drei Millionen Euro Zuschuss in die Region Badisch-Franken.

Die 45 Projekte lösen dabei ein Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 8.5 Millionen Euro aus. „Die Zahlen belegen deutlich: Das Förderprogramm „Leader“ hat sich, trotz der Bürokratie, wieder als wichtigstes Förderinstrument für eine nachhaltige ländliche Entwicklung in unserer Region erwiesen“, fasste Vorsitzender Alfred Beetz zusammen.

Freude war groß

Groß war die Freude unter den Auswahlausschussmitgliedern mit dem neuen Förderprogramm Regionalbudget bereits 2019 Kleinprojekte auszuwählen und weitere Fördergelder in der Region verteilt zu wissen. „Es ist ein phänomenales Ergebnis schon im ersten Projektaufruf des Regionalbudgets so viele Projektanträge zu erhalten“, berichtete Beetz zu Beginn des zweiten Teils der Sitzung. 20 der eingereichten Projektideen überzeugten am Ende den Auswahlausschuss im Hinblick auf die Ziele des bestehenden Regionalen Entwicklungskonzepts und räumten zusammen rund 165 000 Euro Fördermittel ab.

Zehn Vereinsprojekte können sich über einen Zuschuss freuen. Im Fokus dieser Anträge stehen unter anderem die Anschaffung von Einrichtungsmobiliar wie Tische, Stühle und Elektrogeräten sowie die Anschaffung von Küchengeräten. Die Neugestaltung der Innen- und Außenbereiche der Vereinshäuser und weiterer Einrichtungen war ebenso Teil einiger Anträge. Die Vereinsprojekte überzeugten unter anderem durch ihre Gemeinwohlorientierung, durch die Sicherung oder Neuschaffung eines Treffpunkts und durch die Vernetzung und Bildung von Kooperationen.

„Gut ausgestattete und attraktive Vereinseinrichtungen mit der Möglichkeit zur Einkehr werden auch im Hinblick auf das sogenannte „Gasthofsterben“ immer wichtiger“, betonte Beetz die Bedeutung dieser Kleinprojekte.

Privatpersonen berücksichtigt

Auch zwei Privatpersonen können sich über einen Zuschuss freuen. Die Zuschüsse werden zum einen in die Neueinrichtung einer Kindertagespflege fließen und zum anderen dazu dienen einen bestehenden Hofladen zu vergrößern. Ebenso werden zwei Kleinstunternehmen mit den Fördermitteln durch die Anschaffung von Erntemaschinen sowie Einrichtungsgegenstände für eine Kinderbetreuungsstätte ihre Geschäftsideen weiter ausbauen.

Die sechs positiv beschlossenen kommunalen Projekte möchten mit dem Zuschuss unter anderem die Grund- und Nahversorgung mit der Anschaffung von Einrichtungsgegenständen für Dorfgemeinschaftshäuser sowie eines Verkaufsautomaten verbessern, den Naturschutz durch die Aufstellung von Insektenhotels und die optimierte Pflege von Streuobstwiesen stärken, sowie durch die Installation von Informationstafeln die Heimat- und Kulturgeschichte für Einheimische und Touristen bewahren.

Bereits bewilligt

Die Regionalbudgetprojekte sind nun auch bereits bewilligt und befinden sich in der Umsetzungsphase. „Denn nach dem so genannten Jährlichkeitsprinzip müssen die Projekte noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.

Da der Regionalentwicklung Badisch-Franken nicht nur die Projekte beschließt, sondern diese auch bewilligt und auszahlt, bedeutet dies im Umkehrschluss für die Projektträger eine attraktive Möglichkeit direkt, unkompliziert und zeitnah auch den Zuschuss zu erhalten“, machte Alfred Beetz die Vorzüge des Regionalbudgets noch einmal deutlich.

„Das Regionalbudget 2019 hat gezeigt, dass das Interesse in unserer Region groß ist. Es freut uns sehr, dass wir auch 2020 weitere tolle Maßnahmen bis 20 000 Euro Gesamtkosten mit einem Zuschuss von 80 Prozent fördern werden. Dafür steht uns im neuen Jahr ein Budget von 200 000 Euro zur Verfügung“, so Beetz.

Nächster Projektaufruf

Der nächste Projektaufruf wird bereits Ende Januar 2020 erfolgen. Nähere Informationen zum kommenden Projektaufruf werden in Kürze bekannt gegeben. Projektinteressenten sollten sich bereits jetzt mit der Geschäftsstelle in Verbindung setzen, um Fördervoraussetzungen und Antragsformalitäten abzuklären. Das Regionalbudget steht der Aktionsgruppe zudem für 2021 zur Verfügung.