Külsheim

Pater-Alois-Grimm-Schule Absolventen der Zehntklässler (Mittlere Reife) und Neuntklässler (Hauptschulabschluss) in einer Feier der besonderen Art in der Külsheimer Festhalle verabschiedet

Außergewöhnliche Situation bestens gemeistert

Archivartikel

Die Zeugnisübergaben für die Absolventen der zehnten und der neunten Klassen der Pater-Alois-Grimm-Schule in Külsheim erfolgten am Mittwoch in der Festhalle der Brunnenstadt.

Külsheim. Die guten Ergebnisse zeigen, wie die Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung der Lehrer und Eltern trotz ungewöhnlicher Rahmenbedingungen erfolgreich sein konnten. Die Veranstaltungen inklusive Zeugnisübergaben fanden in zwei Etappen statt, zuerst für die zehnten Klassen und danach für die neunten. Jede Schülerin, jeder Schüler durfte lediglich zwei Begleitpersonen für die Feier mitbringen und auch ansonsten waren die Abläufe gekennzeichnet von Verhaltensmaßnahmen im Zeichen der Corona-Pandemie.

Rektor Udo Müller unterstrich, Jahre sei von den Schülern auf diesen Tag hingear-beitet worden, „dann kam Corona“. Ein Abschluss sei schon unter normalen Bedingungen eine Herausforderung, diesmal habe nicht nur der Schulalltag gravierende Einschnitte erfahren. Viele Menschen hatten und haben Ängste bezüglich Gesundheit und Beruf.

„Das Beste daraus gemacht“

Der Rektor lobte, „ihr habt das Beste daraus gemacht“, er könne den größten Respekt aussprechen. Dass nun ein Abschluss gefeiert werden könne, liege an den Absolventen wie auch an Eltern und Lernbegleitern, auch denen gebühre Dank. Nun heiße es Abschied nehmen, für die Absolventen „auf zu neuen Abenteuern“. „Ihr seid fast erwachsen, schaut nicht nur auf euch“, so Müller, sondern auch auf die Gesellschaft, gestaltet mit.“ Er gab den jungen Leuten mit auf den Weg, die Erfahrungen der Schulzeit an der Pater-Alois-Grimm-Schule mitzunehmen, und schloss mit „seid stolz auf euer bisher Erreichtes“.

Klaus Dieter Breitweg, Klassenlehrer der 10b, stellte Namen und Zahlen heraus, die besonders heraus zu heben seien. Der Gesamtschnitt aller Noten betrage 2,3, jener in der Realschule gar 2,2. Es sind gute Leistungen erbracht worden, Lernpartner wie Lernbegleiter könnten sehr zufrieden sein, „wir können uns überall sehen lassen“.

Ein „Lob“ erhielten Noemi Clottey, Mae Füger, Julian Böhrer (Durchschnitt allesamt 1,7) und Nils Thum (1,6). Preise gab es für Milena Ungar (1,4), Konstantin Lotz (1,3) und Oskar Bohnet (1,2), der damit heuer Schul-Bester war. Bei Schülern mit Hauptschulabschluss war Lars Götzinger (2,6) der Notenbeste.

Breitweg benannte zudem jene Schülerinnen und Schüler mit den Fachpreisen. Das sind in Deutsch Milena Ungar (2,0), Englisch und Französisch jeweils Konstantin Lotz (jeweils 1,4), in „Mensch und Umwelt“ Pia Simic und Milena Ungar (beide 1,4), in Technik Julian Böhrer (1,3), in „Naturwissen-schaftliches Arbeiten“ Oskar Bohnet und Konstantin Lotz (beide 1,1) sowie in Mathematik Oskar Boh-net (1,0).

Der Klassenlehrer betonte, Schülerleistungen seien nicht nur an Noten zu messen, wichtig seien viele Dinge darüber hinaus. Er habe tolle Lernpartner kennengelernt, tolle Charaktere mit großer Hilfsbereitschaft, die anderen Wertschätzung gegenüber gebracht hätten, „ihr bekommt meinen Respekt und meine Anerkennung“.

Die Zeugnisübergabe nahmen die Klassenlehrer vor, zuerst Stephan Sommer für die 10a, dann Klaus Dieter Breitweg für die 10b.

Sommer sagte für die Klassenlehrer, die Pater-Alois-Grimm-Schule werbe offensiv für selbständiges Lernen. Dieses sei in diesem Schuljahr ganz unerwartet abverlangt worden, mit hervorragenden Ergebnissen. Es spreche für die Schule und besonders für die Absolventen, die Abschlüsse unter Corona-Bedingungen so toll gemeistert zu haben. Sommer wünschte allen Absolventen auf dem weiteren Weg „alles Gute“, die gemeinsame Zeit werde nicht vergessen.

Die Schülersprecher Jule Hellmuth, Oskar Bohnet und Konstantin Lotz arbeiteten in einer Dreier-Conférence auf, meist anekdotisch, was über die Jahre betrachtet an Herausforderungen gemeinsam gemeistert worden war. Es sei insgesamt „eine geile Zeit“ gewesen, mit individueller Forderung und Förderung. Sie konstatierten abschließend: „Wir danken für die schönen Jahre.“

Aus Namen wurden Charaktere

Eine Stunde später freuten sich die Neuntklässler auf ihre Zeugnisüber-gabe. Der Rektor gratulierte auch diesen Absolventen. Er sprach von einem Abschluss der nicht normalen Art, hätten doch die Vorbereitungen unter speziellen Umständen stattgefunden wie es so kein Jahrgang der letzten Jahrzehnte habe tun müssen. Müller lobte, die Jugendlichen hätten dies ohne Murren getan.

Nun könne er, so der Rektor, nur den Hut ziehen und Respekt aussprechen. Ein solcher Respekt gelte auch der Unterstützung der Eltern und Lernbegleiter. Den jungen Erwachsenen gab Müller den Rat-schlag mit, Verantwortung für das eigene Tun ebenso zu übernehmen wie in der Gesellschaft: „Geht die Dinge an“. Die Absolventen sollten ihr Abschlusszeugnis geradeso mitnehmen wie die Erinnerungen an die Zeit an der Pater-Alois-Grimm-Schule. „Seid stolz auf das, was ihr erreicht habt“, sagte Müller abschließend.

„We are the Champions“ kommentierten Simone Müssig-Ehrmann, Elena-Maria Bitsch und Patrick Münkel, die Klassenlehrer der drei neunten Klassen, an ihre Schüler gerichtet mit „ihr seid die Champions“. Denn sie hätten den Abschluss in einer schweren Zeit geschafft. Rückblickend seien aus Namen Charaktere geworden und man habe zusammen unvergessliche Sachen gemacht, gemeinsam eine aufregende Zeit erlebt, die Abschlussprüfungen bravourös gemeistert. Für die tolle Zeit gelte Dank den Lernpartnern, gleichermaßen für die gute Zusammenarbeit mit den Eltern. Die Klassenlehrer wünschten für die Zukunft „immer eine Hand voll Wasser unter dem Kiel“ und gaben allen Absolventen zusammen mit dem Zeugnis ein kleines Boot mit auf den Weg.

Für tolle Leistungen extra benannt wurden Simon Bundschuh, der für einen Durchschnitt von 1,8 einen Preis erhielt, sowie Pia Prosser (2,4), Lee-Ann Matte (beide Durchschnitt 2,4), Jessica Engel, Jonas Imhof und Jule Hofmann (alle 2,3), die jeweils mit einem Lob bedacht wurden. Nach der Ausgabe der Zeugnisse an jene, die den Hauptabschluss geschafft haben und die Schule verlassen werden, ertönte trefflich „Time to say goodbye“. hpw