Kreuzwertheim

Verfahren eingeleit Frau hätte Polizei informieren müssen

Wildunfall nicht gemeldet

Karbach.Die Polizei beobachtete am Samstag eine Frau, wie sie trotz schlechter Sichtverhältnisse und ohne eine Warnweste zu tragen, zwischen Karbach und Birkenfeld den Fahrbahnrand der Staatsstraße 2299 absuchte.

Darauf angesprochen gab die Karbacherin an, sie habe in der Nacht zuvor auf dem Weg zur Arbeit einen Wildunfall mit einem Reh gehabt, diesen aber nicht gemeldet.

Tier nicht gefunden

Da das Tier nicht gefunden werden konnte, informierte die Polizei umgehend den zuständigen Jagdpächter. Gegen die Frau wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eröffnet, da sie nach dem Bayerischen Jagdgesetz dazu verpflichtet gewesen wäre, den Unfall unverzüglich zu melden.

Zur Abwicklung von Wildunfällen ist die Vorlage einer sogenannten Wildunfallbescheinigung bei der Kfz-Versicherung notwendig. Diese stellt die Polizei gegen eine Gebühr von zehn Euro aus. Dazu muss der Unfallschaden vorgezeigt werden, was mit etwas zeitlichem Verzug bei einer Polizeidienststelle erfolgen muss.

Um dem Tierschutzgedanken Rechnung zu tragen, ist unmittelbar nach einer Kollision mit Wild die Verständigung des Jagdpächters oder der Polizei notwendig. pol