Kreuzwertheim

Tradition Kreuzwertheimer feierten die Adventszeit rund um das Fürstin-Wanda-Haus / Markt zum zehnten Mal ausgerichtet / 16 000 Euro für Vereine

Weihnachtsmarkt mit Paukenschlag

Die Vorfreude war groß, doch nun hat das Warten ein Ende, denn am Wochenende öffnete der Kreuzwertheimer Weihnachtsmarkt seine Pforten.

Kreuzwertheim. Der Bürgermeister sagte es in Reimform: „Endlich ist es wieder soweit. In Kreuzwertheim beginnt die stade Zeit“, dichtete Klaus Thoma und machte damit deutlich, wie sehr er sich auf diese Wochen gefreut hat. Und das obwohl sie in der Regel ja gar nicht so „stad“, also still und besinnlich sind, sondern gefüllt mit Verpflichtungen und Terminen. Thoma hatte dazu Sohn Jasper mitgebracht und der hielt ihn ganz schön auf Trab.

Ganz entspannt verfolgte Margarete Glowienka vom Frauenforum nicht nur diese Szenerie. Zufrieden lächelnd hatte sie sich zuvor einen Überblick über die Aktivitäten auf dem Platz verschafft. Gemeinsam mit Silvia Klee und Bärbel Klüpfel ist sie die „Hauptmacherin“ des Weihnachtsmarktes, der alle zwei Jahre stattfindet und am Wochenende mit der zehnten Auflage einen ersten, kleinen runden Geburtstag feiern konnte.

Es soll ja Leute geben, die trauern der Zeit hinterher, als die Buden rund um das Marktkreuz auf dem Kirchplatz aufgebaut waren. Noch ein wenig heimeliger, noch ein wenig romantischer sei es da gewesen, schwärmen sie in verklärter Erinnerung. Aber in Sachen Atmosphäre steht der Platz rund um das Fürstin-Wanda-Haus dem kaum nach. Hier gibt es einfach mehr Fläche, um das Angebot ansprechend zu präsentieren.

Und diese Vielfalt möchte man nicht missen. Ob Kunsthandwerk oder weihnachtliche Spezialitäten – kommerzielle Händler findet man hier nicht. Obwohl Trudel Dosch mit ihrem Flohmarkt unter den Arkaden natürlich schon ein „alter Hase“ ist.

Der Posaunenchor unter der Leitung von Rainer Lange ließ die ersten Töne erklingen, die sich in den nächsten Minuten zu einem richtigen kleinen Konzert aufschwangen und ruck-zuck war sie da, die Freude über die „stade Zeit“. Der Bürgermeister erhielt viel Anerkennung für seine selbstgedichteten Zeilen und lobte seinerseits alle Beteiligten. Als da wären das Frauenforum, die Männer des Bauhofes, die engagierten Standbetreiber und natürlich hat auch die Marktgemeinde selbst.

Mehr Besucher

Dass zur Eröffnung diesmal noch mehr Besucher als sonst üblich kamen, lag auch daran, dass die Volksbank Main-Tauber Weihnachtsmann und Christkind zugleich spielte. Madeline Knop, Regionalmarktleiterin „Main“, der Filialchef in Kreuzwertheim, Jochen Wander und die örtlichen Mitarbeiter übergaben symbolische Schecks. Es handelte sich um den auf die Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Kreuzwertheim, Hasloch und Schollbrunn entfallenden Anteil aus der Aktion „Wir für hier“. Vertreter von Vereinen, Gruppen und Organisationen konnten insgesamt rund 16 000 Euro für ihre diversen Projekte entgegennehmen und sich über die Ankündigung Wanders freuen, dass es „Wir für hier“ auch 2020 geben wird. Hingewiesen auf den besonderen Höhepunkt des Nachmittags hatte der junge Alexander Schaub mit kräftigen Paukenschlägen. Das Instrument war angeschafft worden aus dem auf den Musizierkreis entfallenden Anteil, wie Bärbel Klüpfel erläuterte.

Mit der Akkordeon-Gruppe, dem Saxofon- und anderen Bläserensembles war der Musizierkreis im Programm des Weihnachtsmarktes gleich mehrfach vertreten. Auch der Kinder- und Jugendchor „Believe“ und der Männergesangverein unterhielten die Gäste und ein offenes Adventssingen für alle gab es ebenfalls. Als der Nachtwächter dann am Sonntagabend das Zeichen zum Aufbruch gab, war die „stade Zeit“ in Kreuzwertheim zwar noch nicht vorbei – der Weihnachtsmarkt aber schon. Bis zum nächsten heißt es nun wieder zwei Jahre warten.