Kreuzwertheim

Feuerwehrverein Kreuzwertheim Positive Jahresbilanz gezogen / Wehr war insgesamt 553 Stunden im Einsatz

Stolz auf erfolgreiche Aktion zur Gewinnung von neuen Aktiven

Kreuzwertheim.Auf ein positives Jahr 2018 blickte die Kreuzwertheimer Feuerwehr in ihrer Jahreshauptversammlung am Freitag zurück. Auf der Tagesordnung standen die Berichte des Vorstands des Feuerwehrvereins sowie der Funktionsträger der aktiven Wehr.

Vorsitzender Jochen May blickte auf das vergangene Jahr zurück. Die größte Veränderung gab es an der Spitze der aktiven Wehr. Im September übernahm Andreas Gottschalk das Amt des Kommandanten von Christian Fröber, der zwölf Jahre lang der Wehr vorgestanden war. May bedankte sich auch im Namen seines Vorgängers für die gute und allzeit konstruktive Zusammenarbeit.

Für die 130 Mitglieder des Vereins wurde wieder ein Kameradschaftstag organisiert. Zudem beteiligte man sich an der Maibaumaufstellung, am Tag der offenen Türe und an den Feierlichkeiten zum Volkstrauertag.

Zuwachs

Die beiden Kommandanten freuten sich über einen Zuwachs bei den aktiven Mitgliedern. Ende 2018 waren es 40 aktive Feuerwehrmänner und -frauen. Das Plus kam durch die Übernahme von Julius Busch und Lorenz Klein aus der Jugendfeuerwehr und durch Zweitmitgliedschaften von in Kreuzwertheim arbeitenden Feuerwehrmännern anderer Wehren zustande.

1099,5 Übungsstunden

Gottschalk freute sich über insgesamt 1099,5 geleistete Übungsstunden. Das bedeutet, dass im Schnitt jeder Aktive mehr als einen Tag für Übungen aufgewendet hat. Besonders hervorgehoben wurde die Arbeit von Gerätewart Daniel Mittelsdorf, der für Instandhaltung und Wartung der Geräte und Fahrzeuge 194 Stunden im Feuerwehrhaus verbracht hat.

Die Kreuzwertheimer Wehr wurde zu 64 Einsätzen gerufen. Bei 44 handelte es sich um Technische Hilfeleistung (THL). Ein besonderes Augenmerk wurde nochmals auf die Großschadenereignisse gelegt. Beim Brand in einer Industriehalle in Hasloch und eines Dachstuhls in Rettersheim waren die Atemschutzgruppe und die Drehleiter im Einsatz. Nach einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße mussten mehrere eingeklemmte und eingeschlossene Personen aus den Unfallwracks befreit werden. In Summe war die Wehr 553 Stunden im Einsatz und legte dabei mit den Fahrzeugen 922 Kilometer zurück.

Aus- und Fortbildung

Erfreulich war die Aus- und Fortbildungsquote: Man kann sich über acht neue Truppführer und einen neuen Gruppenführer freuen. Zudem wurden mehrere Aufbaulehrgänge THL, Fahrsicherheitstrainings und ein Lehrgang zum Sachkundigen Prüfer erfolgreich absolviert.

Der stellvertretende Kommandant Jan Klüpfel berichtete über die Themen auf Gemeindeebene. Im letzten Jahr wurde vom Marktgemeinderat Kreuzwertheim einstimmig der neue Feuerwehrbedarfsplan angenommen und die Anschaffung einer neuen Drehleiter beschlossen. Als wichtigste Punkte des Bedarfsplans nannte er das Fahrzeugkonzept, das auch die Neubeschaffung eines wasserführenden Fahrzeuges für die Ortsteile vorsieht, den Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Abkommens mit der Stadt Wertheim für die Nutzung von deren Rettungsboot sowie ein Gutachten, das zeigen soll, ob sich für das nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften genügende Feuerwehrgerätehaus in Kreuzwertheim eine Sanierung gegenüber einem Neubau finanziell rechnen würde.

Die Atemschutzgruppe unter Leitung von Michael Senf ist auf 17 Mitglieder angewachsen. Diese nahm an einer Realbrandausbildung in der alten Feuerwache in Marktheidenfeld teil. Im Einsatzgeschehen musste die Truppe insgesamt sieben Stunden lang unter Atemschutz Feuer bekämpfen.

Engagierter Nachwuchs

Alexander Scholl, Jugendwart und Verantwortlicher für die Brandschutzerziehung, freute sich, dass wieder zwei gut ausgebildete Jugendliche in den aktiven Dienst übertraten.

Von den verbliebenen sechs Jugendlichen nahmen vier unter der Verantwortung des stellvertretenden Jugendwarts Tobias Mahal am Wissenstest in Hasloch mit Erfolg teil. 2018 „verbuchten“ die Jugendlichen 349 Stunden für feuerwehrtechnische Ausbildung und allgemeine Jugendarbeit.

Die Kinder- und Jugendbetreuung wird abgerundet durch die Kinderfeuerwehr für Acht- bis Elfjährige, die von Anke Schütz, Theresa Krichel und Michael Grötzbach betreut werden. Als Höhepunkte erwiesen sich die gemeinsamen Sommer- und Weihnachtsfeiern mit der Jugendfeuerwehr.

Durch ein positives Finanzergebnis bei den Vereinsaktivitäten konnte sich der Feuerwehrverein bei Neubeschaffungen für die Ausrüstung der Feuerwehr beteiligen. Einstimmig wurde Kassier Volker Klein entlastet.

Im Anschluss durften sich einige Feuerwehrmänner über einen neuen Dienstgrad freuen. Andreas Gottschalk wurde zum Brandmeister ernannt. Daniel Mittelsdorf, Alexander Scholl und Michael Senfleben sind nun Oberlöschmeister, Jan Klüpfel und Kai Oetzel Löschmeister. Tobias Kronmüller wurde zum Hauptfeuerwehrmann und Steffen Schütz zum Oberfeuerwehrmann befördert.

Christian Fröber gewürdigt

Bürgermeister Klaus Thoma dankte Christian Fröber für seine langjährigen Dienste als Kommandant. In dessen Amtszeit fielen viele wichtige Entscheidungen, wie die Anschaffung des Einsatzleitwagens 2017. Er betonte seine Zufriedenheit mit der Arbeit der Feuerwehr.

Die Gemeinde investiere knapp die 125 000 Euro für Unterhaltskosten sehr gerne in die Sicherheit der Bevölkerung. Thoma zeigte sich erfreut über die Aktion zur Gewinnung von Firmenmitarbeitern für den Zweitdienst in einer der Kreuzwertheimer Wehren. Durch die Fertigstellung des Feuerwehrbedarfsplans, der im Moment bei der Rechtsaufsicht zur Prüfung liege, könne nun eine konkrete Perspektive für die einzelnen Abteilungen aufgezeigt werden.

Er dankte der Feuerwehr für deren Mitarbeit und erklärte, dass die Marktgemeinde 750 000 Euro für die neue Drehleiter eingeplant hat. Dank des Bedarfsplans werde die Anschaffung vom Freistaat Bayern und dem Landkreis stark bezuschusst. Abschließend lobte er das große ehrenamtliche Engagement.

Hervorragender Ausbildungsstand

Kreisbrandrat Peter Schmidt und Kreisbrandmeister Thomas Baumann bedankten sich für den Einsatz im letzten Jahr und lobten den hervorragenden Ausbildungsstand und die sehr gute Jugendarbeit. Auch sie würdigten die im Landkreis einmalige Aktion zur Mitgliedergewinnung in den Firmen und übermittelten den Dank des Kreisfeuerwehrverbands.