Kreuzwertheim

Faire Woche Landkreis Main-Spessart beteiligt sich

Motto der Aktionen lautet „Fair statt mehr“

Main-Spessart-Kreis.Trotz Corona machen Weltläden, Schulen, kirchliche Initiativen, Supermärkte, Gastronomiebetriebe und viele weitere Akteure in den kommenden Tagen im Rahmen der Fairen Woche auf den Fairen Handel aufmerksam. Wie das Landratsamt mitteilt, sind auch die Weltläden im Landkreis Main-Spessart mit dabei. Sie beschäftigen sich unter dem Motto „Fair statt mehr“ mit der Frage, was es für ein gutes Leben braucht.

„Die Frage, was ein gutes Leben ausmacht, hat durch die Corona-Pandemie eine eindringliche Aktualität bekommen“, sagt Ilse Krämer, Agenda-21-Beauftragte des Landkreises. Die Krise mache deutlich, dass das Wirtschaftssystem nicht unverwundbar ist und dass es vielen Menschen die Chance auf ein gutes Leben verwehrt – vor allem im globalen Süden. Gleichzeitig biete sie die Chance, das eigene Konsumverhalten sowie das auf Wachstum ausgerichtete System zu hinterfragen.

Mensch im Mittelpunkt

„Der Faire Handel stellt den Menschen in den Mittelpunkt, nicht den Profit“, so Krämer, und erläutert: „Seit 50 Jahren sorgt der Faire Handel zum Beispiel mit höheren Erlösen für die Produzierenden sowie mit verlässlichen Handelsbeziehungen dafür, dass auch die Menschen am Anfang der Lieferketten ein gutes Leben haben können.“

Mit attraktiven Veranstaltungen beteiligen sich die Weltläden in Main-Spessart an der Fairen Woche, zum Beispiel in Marktheidenfeld. Bei Stadtrundgängen unter dem Motto „Fair statt mehr“ erfahren Besucher am Samstag, 12. September, und Montag, 21. September, wie das Einkaufsverhalten jedes einzelnen mit ökologischen und sozialen Missständen in anderen Regionen d er Welt zusammenhängt und wie jeder durch bewussten Konsum positiv Einfluss nehmen kann. Treffpunkt ist jeweils um 10 Uhr an der Touristinfo am Marktplatz.

Am Mittwoch, 23. September, referiert um 19.30 Uhr Klaus Veeh, der ehemalige Geschäftsführer des Würzburger Partnerkaffees, im Pfarrheim St. Laurentius in Marktheidenfeld zum Thema „Fair und regional – das Konzept für die Zukunft!“. Er stellt den Zusammenhang zwischen Klimakrise und Nahrungsmittelproduktion her und zeigt Alternativen im Zusammenhang mit dem fairen Handel auf, die global wirksam und lokal umsetzbar sind. Ebenfalls in Marktheidenfeld können Besucher am Freitag, 25. September, von 10 bis 13 Uhr vor der Stadtbibliothek an der Schmiedsecke an einem Parcours selbstständig ihren persönlichen Ökologischen Fußabdruck erfahren.

Während des gesamten Aktionszeitraums vom 11. bis 25. September unterstützen verschiedene Gasthäuser, wie beispielsweise das Bistro Madeleine in Marktheidenfeld die diesjährige Aktion und setzen faire Gerichte auf ihre Speisekarte. Aktionen gibt es im Kreis beispielsweise auch in Karlstadt, Gemünden am Main und Lohr am Main. Die Faire Woche findet zum 19. Mal statt und wird vom Forum Fairer Handel in Kooperation mit TransFair und dem Weltladen-Dachverband veranstaltet. Die Veranstalter rechnen trotz der Pandemie mit mehr als 1500 Aktionen bundesweit. Alle Veranstaltungen finden unter Einhaltung der geltenden Hygienerichtlinien statt, so das Landratsamt. „Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich ein, unsere Veranstaltungen zu besuchen“, sagt Ilse Krämer. pm