Kreuzwertheim

Jahreshauptversammlung Zahlreiche Mitglieder für langjährige Treue geehrt / Umfangreiche Aktivitäten

Kreuzwertheimer Feuerwehr übt fleißig

Kreuzwertheim.Auf ein sehr ereignisreiches Jahr blickte die Kreuzwertheimer Feuerwehr in ihrer Jahreshauptversammlung am Freitag zurück. Neben den Berichten des Vorstands der Feuerwehrvereins und den Funktionsträgern der aktiven Wehr nahmen Ehrungen einen großen Stellenwert ein. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Grußworte des Bürgermeisters Klaus Thoma und des Kreisbrandinspektors (KBI) Andreas Schmitt.

Der Vorsitzende Jochen May blickte zum Beginn auf die Höhepunkte des vergangenen Jahres zurück. Die traditionellen Veranstaltung wie das Maibaumaufstellen und der Tag der offenen Tür mit dem Themenschwerpunkt „Rettungskarte“ waren sehr gut besucht. Bei diversen Veranstaltungen war der Verein ebenfalls mit eingebunden.

So wurden die Jäger unterstützt sowie bei der Eröffnung des Quätschichplatzes und beim großen Open Air zahlreiche Helferstunden geleistet. Für die gute Stimmung innerhalb der Truppe organisierte man einen Kameradschaftstag und eine Nikolausfeier. Somit wurde den mittlerweile 139 Mitgliedern ein abwechslungsreiches Jahresprogramm geboten.

Auf 69 Übungstermine und 58 Einsätze konnten die Kommandanten Andreas Gottschalk und sein Stellvertreter Jan Klüpfel zurückblicken. Interessant waren bei den Zahlen vor allem die durchschnittlichen Werte. Somit leistete im Schnitt jeder der 38 aktiven Feuerwehrmännern und -frauen jeweils über 24 Stunden Übungs- und Einsatzdienst. Der arbeitsintensivste war zugleich auch der schönste Einsatz: Das Radio-Gong-Open-Air bescherte der Wehr sieben Einsätze mit insgesamt 252 Einsatzstunden. Erfreut zeigte sich Gottschalk über in Summe 18 Fortbildungen, die erfolgreich absolviert wurden. Von Führungslehrgängen über Atemschutzaus- und -weiterbildungen bis zu LKW-Führerscheinen wurde ein breites Spektrum abgedeckt werden.

Mit einem weinenden Auge musste Gottschalk zwei Kameraden altersbedingt aus dem aktiven Dienst verabschieden. Frieder Dosch und Horst Klüpfel haben über viele Jahre gewissenhaft in verschiedensten Positionen ihren Dienst geleistet. Aber da das Bayerische Feuerwehrgesetz ein Höchstalter von 64 Jahren vorschreibt, mussten beide an ihren 65. Geburtstagen ihren Dienst beenden.

Auch außerhalb des Übungs- und Einsatzdienstes gab es viel Arbeit, berichtete Jan Klüpfel. Die Umsetzung der Feuerwehrbedarfsplan hat Fahrt aufgenommen und insbesondere die Beschaffung einer neuen Drehleiter hat zahlreiche Termine mit sich gebracht. Daher war er zufrieden, dass alles gut gelaufen ist und die neue Leiter Ende des Jahres bestellt werden konnte. Momentan wird von einer Auslieferung gegen Ende des Jahres gerechnet.

Michael Senfleben, Leiter der Atemschutzabteilung, verzeichnete zwei Neuzugänge. Seine Truppe war bei sechs Einsätzen gefordert, am stärksten bei einem Vollbrand einer Lagerhalle in Hasloch.

Erfolgreiche Jugendarbeit

Sehr erfreulich ist die Entwicklung in der Jugendarbeit. Jugendwart Alex Scholl verzeichnete sechs Übernahmen aus der Kinderfeuerwehr und hat nun insgesamt elf Mädchen und Jungen zwischen zwölf und 18 Jahren.

Beim Wissenstest bewiesen zehn Teilnehmer erfolgreich ihre Kenntnisse, und die Älteren durften die ersten Module der Grundausbildung absolvieren. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung wurden auch zahlreiche Helferstunden geleistet. Man unterstützt die Aktive Wehr als Verletztendarsteller, hilft bei Vereinsveranstaltungen und übernimmt Dienste am Quätschichfest.

Hoffnung auf eine weiterhin erfolgreiche Jugendarbeit machten auch die Zahlen die Michael Grötzbach von der Kinderfeuerwehr vorstellte. Dort treffen sich wöchentlich zehn Kinder, um rund um das Gerätehaus spielerisch ersten Kontakt mit der Feuerwehr zu bekommen.

Für die Vereinskasse lief es im letzten Jahr durch viele Spendenaktionen und geleistete Helferstunden sehr gut, berichtete Kassier Volker Klein. Dank der zahlreichen Zuwendungen wurde trotz einiger Ausgaben für Material für die Aktive Wehr ein ordentlicher Gewinn verzeichnet werden.

Der Tagesordnungspunkt „Ehrungen“ fiel in diesem Jahr etwas größer aus. Acht Feuerwehrmänner wurden für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Seit zehn Jahren leisten Michael Grötzbach, Marius Kobrow, Tobias Mahal und Tim Spengler ihren Dienst. Auf 20 Jahre kommt Patrick Hünlein, auf 30 Jahre Christian Fröber. Auf stolze 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst blicken Reinhold Günzelmann und Volker Klein zurück. Als Prämie bekommt man dafür vom Freistaat Bayern einen Aufenthalt im Feuerwehrhotel St. Florian geschenkt. Für seine Verdienste vor allem als langjähriger Schriftführer wurde zudem Thomas Klein zum Ehrenmitglied ernannt. Zum Abschluss beförderte Gottschalk noch zwei Kammeraden. Jochen May wurde zum Löschmeister, Jan Klüpfel zum Oberlöschmeister ernannt.

Gelebte Tradition

In den abschließenden Grußworten zeigten sich sowohl Bürgermeister Klaus Thoma als auch Kreisbrandinspektor Andreas Schmitt beeindruckt von dem Engagement der gesamten Wehr. Thoma betonte die Wichtigkeit des Feuerwehrbedarfsplans und dessen Umsetzung. Die Gemeinde weiß um die Notwendigkeit einer sehr gut aufgestellten und ausgerüsteten Feuerwehr, und investiert daher gerne in benötigte Fahrzeuge und Ausstattung. Erfreut war dabei auch über die Unterstützung seitens des Feuerwehrvereins.

Andreas Schmitt, der zum ersten Mal nach seinem Amtsantritt bei der Kreuzwertheimer Versammlung zu Gast war, nutze die Chance, um sich der gesamten Wehr vorzustellen. Er freute sich, dass in Kreuzwertheim noch „Traditionen gelebt werden“ und die Wehr so einen wichtigen Stellenwert im Gemeindeleben habe. Abschließend lobte er die sehr gute Ausbildung. „Das Übungspaket sowohl bei den Aktiven aber auch in der sehr guten Jugendarbeit, ist vorbildhaft im Bereich Marktheidenfeld“, freute sich Schmitt. ffw