Kreuzwertheim

Finanzen Marktheidenfeld erhält einmalige Sonderzahlung von 33 Millionen Euro

Gewerbesteuer füllt Stadtsäckel

Marktheidenfeld.Von einer „schönen Summe“, die die Stadt Marktheidenfeld erwartet, sprach Marktheidenfelds frühere Erste Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder vor einigen Wochen schon. Jetzt steht fest: Die Stadt Marktheidenfeld hat im Mai eine einmalige Gewerbesteuerzahlung in Höhe von rund 33 Millionen Euro erhalten. Das gab die Stadtverwaltung bekannt.

Für Marktheidenfelds neuen Ersten Bürgermeister Thomas Stamm passt demnach die erfreuliche Nachricht allerdings nicht so recht zur aktuellen Lage: „Derzeit bangen viele Firmen und Gewerbetreibenden aufgrund der Corona-Krise um ihre Existenz“, so das Stadtoberhaupt. „Da ist es eine etwas skurrile Situation, eine so hohe Einnahme zu verzeichnen.“ Gleichzeitig dämpft er eventuelle Erwartungen, was den Verwendungszweck des Geldes angeht: „Es wird leider nur ein Bruchteil der Zahlung im städtischen Haushalt ankommen“, betont das Stadtoberhaupt. „Alleine 16 Millionen Euro fließen in zwei Jahren in die Kreisumlage des Landkreises“, erläutert Stamm.

Nachdem Marktheidenfeld mit dem Geld die Kreisfinanzen kräftig verbessert, weist Stamm mit Nachdruck darauf hin, dass die vom Landkreis Main-Spessart beschlossenen Neubauvorhaben für Marktheidenfelder Schulen auch zeitnah realisiert werden. Neben der Kreisumlage ist auch eine Gewerbesteuerumlage in Millionenhöhe von der städtischen Einnahme abzuziehen.

„Der bei der Stadt verbleibende Anteil von rund 13 Millionen Euro hilft uns, die wegen Corona zu erwartenden millionenhohen Ausfälle bei der Gewerbesteuer und der Einkommensteuer zu kompensieren“, erklärt Stamm. In den nächsten Jahren stünden in Marktheidenfeld enorme Investitionen für begonnene und beschlossene Projekte an, die nun weitgehend gesichert sind. Einmalige Gewerbesteuerzahlungen dieser Größenordnung seien in den nächsten Jahren leider nicht mehr zu erwarten, so Thomas Stamm.