Kreuzwertheim

Symbolische Freigabe Mammutprojekt abgeschlossen / Sechstreifiger Verkehr zwischen Würzburg und Aschaffenburg

Autobahn jetzt komplett ausgebaut

Archivartikel

Mit der symbolischen Freigabe des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn A3 zwischen den Anschlussstellen Marktheidenfeld und Rohrbrunn wurde eine wichtige Baumaßnahme beendet.

Marktheidenfeld. Zahlreiche Gäste aus Politik, Gesellschaft und Baubeteiligten feierten am Dienstagmittag auf dem Parkplatz Kohlsberg-Süd an der Fahrtrichtung Würzburg die Fertigstellung des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn A 3. Dabei wurden gleich zwei Abschnitte offiziell freigegeben. Der 5,4 Kilometer lange Abschnitt im Bereich westlich der Anschlussstelle Rohrbrunn bis zur Haseltalbrücke und der 7,8 Kilometer lange Ausbauabschnitt von dort bis zur Anschlussstelle Marktheidenfeld.

175 Millionen Euro

Insgesamt investierte die Bundesrepublik über 175 Millionen Euro in die Maßnahmen. Mit der nun abgeschlossenen Verbreiterung ist die letzte Ausbaulücke zwischen Würzburg und Aschaffenburg geschlossen. Die musikalische Umrahmung des Festakts übernahm die Blaskapelle Esselbach.

Reinhard Pirner, Präsident der Autobahndirektion Nordbayern, hob die Bedeutung der A 3 und deren Verbreiterung auf drei Fahrstreifen je Richtungsfahrbahn hervor. Nun sei die Bundesautobahn im gesamten Spessart sechsstreifig. Dies sei ein großer Tag. Er hob hervor, dass ausführende Firma Leonhard Weiss gelungen sei, den Ausbau ein halbes Jahr früher fertigzustellen als ursprünglich geplant.

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, sprach von einem historischen Tag, denn es sei gelungen eine große Ausbaulücke zu schließen. Er dankte den Fahrzeugführern, die die Folgen der Baustellen lange ertragen mussten. Die Zahl der Fahrzeuge auf der A 3 habe sich seit den 1960er Jahren vervierfacht. Es würden Durchschnittswerte von 60 000 und Spitzenwerte bis zu 100 000 Fahrzeugen täglich erreicht.

Mehr als 30 Jahre werde schon an der A3 gebaut. Nun freue er sich, eine leistungsfähige und sichere Verbindung zu präsentieren. Die A 3 sei eine wahre Europastraße. Das Gütesiegel „deutsche Autobahn“ gelte vor allem für sie.

Die Autobahn habe eine exorbitante Bedeutung für die Wirtschaftsansiedelung im Spessart, aber auch für die Bewohner der Region. „Das Geld, das wir hier investieren, ist gut angelegt“, sagte er und betonte, dass der verbesserte Lärmschutz für mehr Lebensqualität der Anlieger sorge. „Wir nehmen die Verantwortung gegenüber Anwohner und Natur ernst.“

In diesem Zusammenhang verwies er auf die Ausgleichsmaßnahmen für die überbaute Fläche und die Maßnahmen zum Schutz der Zwergfledermaus während der Bauphase. Lob hatte er auch für die bayerische Verwaltung, ohne die solche Bauprojekte nicht machbar seien. „Allen die diese Straße benutzen wünsche ich eine unfallfreie Fahrt“, schloss er. Ministerialdirektor Helmut Schütz, Amtschef des Bayrischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, freute sich dass die Strecke zwischen Biebelried und der hessischen Landesgrenze nun fast vollständig sechsspurig ausgebaut ist. Der letzte Ausbauabschnitt solle 2020 folgen. Die im aktuellen Ausbau investierten 175 Millionen seien auch im Bundesfernstraßenhaushalt „ein riesiger Batzen Geld“, den man zusammen mit Mittel für andere Großprojekte bereitgestellt habe.

Glückwünsche sprach er den Ingenieuren für die besondere Bauweise der neu gebauten Talbrücke Rohrbuch aus. Froh zeigte er sich auch, dass man im Rahmen des Ausbaus weitere LKW Stellplätze geschaffen hatte um die Not der Fahrer etwas zu lindern.

Den geistlichen Segen für die Menschen die den Ausbauabschnitt nutzen, erbaten der evangelische Dekan des Dekanats Aschaffenburg Rudi Rupp und der katholische Dekan des Dekanats Lohr Hermann Becker. Sie erklärten, Wege würden Menschen verbinden, sie transportieren Waren aber auch Einstellungen.

„Straßen können Segen sein, aber auch Fluch. Sie können verbinden aber auch töten“, verwies er auf Unfälle.

Straßen würden wertvolle Landschaften durchschneiden. „So heißt es zukünftig nur noch Bestehendes ausbauen, statt neue Straßen bauen.“ Straßen seien Orte der Freiheit. Dennoch müssten sich die Autofahrer stets ihrer Verantwortung bewusst sein.

Nach dem die Blaskapelle die Bayernhymne und die deutsche Nationalhymne gespielt hatten, durchschnitt der Bundesminister zusammen mit weiteren Verantwortlichen das Band und gab so den Verkehr symbolisch frei.