Kreuzwertheim

65. Heimat- und Quätschichfest Miteinander gefeiert und getanzt / Viel Spaß beim Kinder- und Seniorennachmittag

Alle haben ausgezeichnete Laune

Archivartikel

Auch der schönste Geburtstag geht einmal zu Ende. Das 65. Heimat- und Quätschichfest biegt heute in die Zielgerade ein. Vorher hatten die Besucher in Kreuzwertheim aber jede Menge Spaß.

Kreuzwertheim. Ob sie sich ihr Amt wohl so stressig vorgestellt hatte? Seit ihrer Inthronisation am späten Freitagnachmittag am Haslocher Turm (wir berichteten) war Charlotte I., die neue Kreüzemer Quätschichkönigin über das Wochenende nahezu pausenlos im Einsatz. Es hatte den Anschein, als wolle jeder mit ihr sprechen, fast alle sich mit ihr fotografieren lassen.

Begehrte „Hoheit“

Die Senioren freuten sich am Samstagnachmittag, wenn „Hoheit“ zu ihnen an den Tisch kam, die kleinen Besucher über den zauberhaften Einsatz der jungen Frau gemeinsam mit Zauberer Bennini. Und Charlotte I.? Die war mit Leib und Seele Quätschichkönigin und dürfte sich mit am meisten darüber freuen, dass ihre Amtszeit nicht notwendigerweise auf dieses eine, das Jubiläumsfest, beschränkt sein muss.

Bürgermeister Klaus Thoma war ebenfalls gut gelaunt. Etwa über den wohlgelungenen Auftakt der Veranstaltung mit vielen Zuschauern am Freitag. Sowohl die Entscheidung, einmal wieder eine Quätschichkönigin zu krönen, als auch die imposante Oldtimerparade erwiesen sich als Glücksgriffe. Nach der Eröffnungszeremonie, zu der im Festzelt noch der Bieranstich gehörte, sorgte die Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Röttbach dafür, dass die zünftige Stimmung nicht abflaute. Später übernahm die Coverband „Kontrollverlust“ die musikalische Regie.

Nomen ist in dem Fall allerdings nicht Omen. Denn die Band hatte jederzeit alles unter Kontrolle. Wer im Publikum – das allerdings ruhig ein wenig zahlreicher hätte erscheinen können – das Tanzbein schwingen wollte, der kam voll auf seine Kosten. Und wer mitsingen wollte, ebenfalls. Denn es ist ja das Wesen einer Coverband, dass sie vornehmlich bekannte und beliebte Stücke spielt.

Zu jedem Anlass die passende Musik: Das galt dann auch für den Samstag, den Seniorennachmittag. Die älteren Mitbürger erfreuten sich an den „Wirtshausmusikanten“ aus Röttbach und daran, dass sie, wie es zwischenzeitlich Tradition ist, vom Bürgermeister und den Gemeinderäten bedient wurden. Vor allem zu Beginn, als jeder nach Kaffee und Kuchen lechzte, kamen die „Amateurkellner“ schon mal etwas ins Schwitzen. Später blieb dann auch Zeit für ein Schwätzchen.

Bürgermeister tanzte mit

Am Vortag, beim Programm am Haslocher Turm, hatte so mancher den Auftritt der Volkstanzgruppe aus Tauberbischofsheim vermisst. Die zeigte nun auf der Bühne im Festzelt, was sie drauf hat. Sehr zur Gaudi des Publikums „durfte“ der Bürgermeister auch einmal mitmachen.

Der Samstagnachmittag beim Quätschichfest gehört aber nicht nur den Senioren. Auch die Jüngeren kamen auf ihre Kosten. So bot sich eine Bootsfahrt mit der Wasserwacht auf dem Main an. Man konnte sich fantasievoll das Gesicht schminken lassen oder sich am Pavillon am Mehrgenerationenplatz von Zauberer Bennini unterhalten und erstaunen lassen. Die Angebote im kleinen, aber feinen Vergnügungspark erfreuten sich ebenfalls lebhaften Zuspruchs. Am Abend und bis in die Nacht hinein rockten dann „Mirko meets Run“ das Festzelt.