Krautheim

Gemeinderat tagte Kindergarten „Ginsbachtal“ war Thema

Planentwürfe vorgestellt

Archivartikel

Krautheim.Bevor sich der Gemeinderat zu seiner letzten öffentlichen Sitzung in diesem Jahr im Johanniterhaus traf, besichtigte er die Baustelle der Grund - und Hauptschule sowie das neu installierte Blockheizkraftwerk. Im Anschluss daran fand die Sitzung des Gemeinderates statt.

Nach den Bürgerfragen stand der Punkt der kommunalen Beteiligung der Stadt Krautheim als Partnerkommune am Stadtwerk Tauberfranken auf der Tagesordnung. In einer Bildpräsentation stellte Geschäftsführer Paul Gehrig das Unternehmen vor, das 88 Mitarbeiter beschäftigt und einen Umsatz von 50 Millionen Euro in verschiedenen Bereichen wie Wasser, Gas, Strom und Wärme erwirtschaftete.

Unternehmen vorgestellt

Gesellschafter sind die Stadt Bad-Mergentheim und die Thüga AG aus München, die bundesweit zudem an rund 100 kommunalen Versorgungsunternehmen beteiligt ist. Wie Gehrig sagte, ist die Firma ein wertvoller strategischer Partner für das Stadtwerk Tauberfranken, dessen Geschäftsfelder sich im Stammgeschäft auf Strom, Gas, Wasser und Wärme beziehen. Zudem ist man in der Telekommunikation wie Glasfaser, Breitband und öffentliches WLAN tätig, in dem man flächendeckend die Innenstadt von Bad-Mergentheim versorgt.

Weitere Aktivitäten sind die regenerative Energieerzeugung, die E-Mobilität, Smart City Solutions und die Photovoltaik-Infrastruktur und Direktvermarktung. Das Unternehmen engagiert sich auch in der Region und sorge für ein „Rundum-Sorglos“ Paket mit Sicherheit, Verantwortung und Vertrauen. Regionale Kommunen hätten eine Beteiligungsmöglichkeit am Stadtwerk. Das Konzept steht, sagte Gehrig. Kommunen, die es bereits auch schon getan haben, können sich an einer Beteiligungsgesellschaft des Stadtwerks beteiligen. Die Stadt Krautheim könnte sich mit einem Anteil von drei Prozent beteiligen. Beginn wäre der 1. Juli 2020. Der Gemeinderat nahm die gemachten Ausführungen zur Kenntnis, traf jedoch noch keine Entscheidung über einen Beitritt.

Freiraum bieten

In „Ginsbachtal“ in Unterginsbach soll ein neuer Kindergarten gebaut werden. Die Planentwürfe stellte Architektin Martina Munz vom planenden Büro Munz aus Gaildorf vor. Die Entwurfsprinzipien nach dem erfolgten Vorgespräch sind: Es soll für zwei Gruppen und eine U-3 Gruppe eine neue Einrichtung geplant werden. Die Räume sollen „atmen“ können, die Nutzung und Betriebsform flexibel sein. Das bestehende Kindergartengebäude soll erhalten bleiben.

Anhand einer Power-Point Präsentation stellte Architektin Munz dem Gemeinderat drei verschiedene Varianten und Perspektiven, mit Sattel - als auch Flachdach vor. Wie Munz weiter sagte, gab es neue Entwurfsprinzipien nach der ersten Präsentation der Planung. So soll nunmehr die Kindertagesstätte eingeschossig geplant werden. Das bestehende Gebäude soll, wie ursprünglich geplant, jetzt keiner weiteren Nutzung zugeführt werden, die gegebenenfalls die Verkehrssituation zum Gebäude noch verschärft. Das Gebäude wird abgerissen, so dass eine Fläche für Parkplätze entsteht. Aufgrund dieser neuen Grundlage wurden neue Entwürfe angefertigt.

Die vorgestellten Grundrisse und die ausgewiesenen Räume sind mit dem KVJS (Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg) abgestimmt und wurden von dort bereits genehmigt. Für das geplante Bauvorhaben bestehen von dort keine Bedenken.

In einer weiteren Vorbesprechung Ende November, war die Mehrheit des Gremiums dafür eine eingeschossige Variante weiter zu bearbeiten. Am Grundriss gab es kleinere Änderungsvorschläge, die vom Architekturbüro eingearbeitet wurden. Als Dachform wurde nunmehr ein Pultdach gewählt. Unterschiedliche Möglichkeiten für die Heizung sollen nach den Worten der Architektin geprüft werden. Die Baukosten liegen bei rund 1,7 Millionen Euro. Der Standort bleibt ein sicherer Ort für die Kinderbetreuung ohne die möglichen Gefahren einer Fremdnutzung des Geländes. Der Gemeinderat stimmte einstimmig der dritten Variante und den weiteren Planungen der Maßnahme zu.

Personalentscheidungen

Nach Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse gab Bürgermeister Köhler bekannt, dass als neue Kämmerin bei der Stadt Krautheim ab dem 1. Februar 2020 Nadine Henn aus Hardheim eingestellt wurde.

Klaus Philipp aus Unterginsbach wird ab dem 1. Januar 2020 neuer Bauhofvorarbeiter für den in Ruhestand gehenden Erhard Wolpert. Als neue Erzieherin im kommunalen Kindergarten in Krautheim wird ab dem 1. Januar Carina Wolpert aus Gommersdorf eingestellt. F