Krautheim

In der Grund- und Werkrealschule Krautheim Wanderausstellung des Regierungspräsidiums Stuttgart wird ab 3. Februar gezeigt

Motto lautet „Der Biber ist wieder da“

Krautheim.„Der Biber ist wieder da“ – so lautet das Motto der Biber-Wanderausstellung des Regierungspräsidiums Stuttgart, die am Montag, 3 Februar, in der Grund- und Werkrealschule Krautheim eröffnet wird. „Der Biber ist ein Allroundtalent im Wasser und auf dem Land. Er ist Spitzentaucher, Bauherr, Landschaftsarchitekt, Gestalter von neuem Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Holzfäller in einem“, schwärmt Daniel Peterhansl, Biberberater und Organisator der Ausstellung.

Die Ausstellung widmet sich dem in Baden-Württemberg vor rund 130 Jahren ausgerotteten und heute streng geschützten Tier. Ziel ist es, nicht nur Informationen rund um den Biber zu zeigen, sondern auch mögliche Konflikte zwischen Mensch und Tier zu skizzieren und Lösungen aufzuzeigen. In der Grund- und Werkrealschule Krautheim findet Daniel Peterhansl ein großes Potenzial. Kinder und Jugendliche sind schnell zu begeistern und lernen, mit der Natur und ihren Bewohnern sensibel und beschützend umzugehen.

„Kaum eine streng geschützte Tierart ist possierlicher und faszinierender, kaum eine andere ist umtriebiger und gestalterischer, doch kaum eine andere ruft uns als Naturschutzwarte so regelmäßig auf den Plan, wie der Biber“, sagt Biberberater Daniel Peterhansl. „Der Biber schafft in reiner Hand und Zahnarbeit, wofür Menschen viel Technik und Geld einsetzen. Bei Flächenverfügbarkeit kann der Biber in kurzer Zeit stark begradigte Fließgewässer besser renaturieren als jede künstliche Renaturierungsmaßnahme. Dabei bleiben allerdings Konflikte nicht immer aus“, so Peterhansl.

In einigen Biberfällen war Daniel Peterhansl im vergangenen Jahr bei der Konfliktbewältigung involviert. Meistens geht es um überschwemmte Wiesen und Äcker, aber auch um zugebaute Abläufe von Regenüberlaufbecken oder gefällte Hecken und Bäume in Gewässernähe. Leider starben in den vergangenen Jahren auch immer wieder Biber durch Autos. Hier müsse das Bewusstsein der Auto- und Motorradfahrer geschärft werden. Der nachtaktive Biber könne mit seinen bis zu 30 Kilogramm eine große Gefahr für jeden Verkehrsteilnehmer werden. Beim Bibermanagement setze man auf Prävention und Wissensvermittlung. Denn „die meisten Biberkonflikte sind lösbar“, so Peterhansl weiter. „Genau hier setzt die Biber-Wanderausstellung an, sie vermittelt Wissen und gleichzeitig Verständnis für das Miteinander von Mensch und Biber“, wirbt Daniel Peterhansl. Sie widmet sich der Faszination des Bibers und zeigt gleichzeitig Konflikte, aber auch Lösungen auf.

Eine Vitrine zeigt Schädel von Biber, Nutria und Bisam, eine andere ist bestückt mit Holzspänen verschiedener vom Biber benagter Baumarten. Publikumsliebling ist sicher die große Vitrine mit dem Biberpräparat. Die Ausstellung ist vom Montag, 3. Februar, bis einschließlich Sonntag, 5. April, zu sehen. Auch am Krautheimer Frühling wird die Ausstellung zu besichtigen sein.

Die Öffnungszeiten sind montags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr. Unabhängig davon macht Daniel Peterhansl Führungen für angemeldete Gruppen. Der Ausstellungsbesuch ist kostenlos.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung findet beim Krautheimer Frühling eine Spendensammlung für eine Informationstafel für ein Biberrevier statt.

Im Anschluss wird die Ausstellung von Krautheim nach Mulfingen/Buchenbach ins Herrenhaus wandern. Das Regierungspräsidium Stuttgart verleiht die Präsentation gebührenfrei. Anfragen gehen an bibermanagement@rps.bwl.de).