Krautheim

BBT-Einrichtungen Bewohner und Mitarbeiter im Altenheim Krautheim erhielten Spritze

Mit den Corona-Impfungen gestartet

Main-Tauber-Kreis/Hohenlohekreis.Strahlende Gesichter wohin man nur blickte: Die gab es am Wochenende in den Seniorenzentren Neuenstein und St. Hannah Distelhausen sowie im Altenheim Krautheim. Denn dort sind mit überwältigender Resonanz die Corona-Impfungen gestartet. Neben der überwiegenden Mehrheit der Senioren ließen sich in allen drei Einrichtungen der BBT-Region Tauberfranken-Hohenlohe auch zahlreiche Mitarbeitende impfen.

Viel zu organisieren

Nachdem alle Senioren oder deren Betreuungspersonen schriftlich über die Impfstarts informiert worden sind, folgte ein Organisationsmarathon. So mussten Hausärzte gefunden werden, die vor Ort nicht nur Einzelgespräche zur Impfaufklärung führen und die Krankengeschichten aufnehmen, sondern auch am vereinbarten Termin die Impfungen vornehmen und mögliche Nebenwirkungen überwachen. Es galt, die Einverständniserklärungen von Bewohnern wie Mitarbeitern einzuholen, Datenschutzerklärungen unterschreiben zu lassen, und die personalisierten „Laufzettel“ mit Barcode für den jeweiligen Impftag bereitzulegen. „Der Druck-, Versand- und Dokumentationsaufwand war wirklich enorm“, berichtet Heike Stadtmüller, Einrichtungsleitung im Altenheim Krautheim. Doch der Aufwand sei die durchweg positive Resonanz doppelt wert gewesen. „Eine Seniorin hat mir die Bögen schneller zurückgegeben, als ich schauen konnte und aus voller Überzeugung gesagt: ,Wir müssen endlich anfangen, etwas zu tun, statt nur abzuwarten und zu reagieren. Wir werden schließlich alle nicht jünger’.“

Außerdem wolle Heike Stadtmüller sich ausdrücklich bei Thomas Dubowy bedanken, der „uns nicht nur in seiner Funktion als erster Bürgermeisterstellvertreter, sondern auch als Hausarzt immer so sehr unterstützt. In seiner Praxis haben wir am Neujahrstag in stundenlanger Kleinarbeit sämtliche Bögen ausgedruckt und für die Aufklärungsgespräche hat er eine laienverständliche Präsentation ausgearbeitet, die den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Ohne Panikmache und ohne ein schlechtes Gewissen zu bereiten, hat er geduldig alle Fragen beantwortet und damit sogar in ihrer Entscheidung schwankende Senioren wie Mitarbeiter vom Nutzen der Impfung überzeugt. Das hätten meine Mitarbeiter und ich gar nicht so umsetzen können“, sagte die Einrichtungsleitung.

Zusammen mit Dr. Christine Tischler, die das Zentrale Impfzentrums (ZIZ) Rot am See unterstützt, hatte er die 28 Bewohner sowie 20 Beschäftigten in Krautheim schließlich geimpft. Dubowy selbst bekam auch als 21. Mitarbeiter im Altenheim Krautheim die Spritze gegen Covid-19.

Keine Nebenwirkungen

Wie Heike Stadtmüller berichtete, haben alle die Impfungen ohne Komplikationen und Nebenwirkungen vertragen: „Wenn ich kein Pflaster auf dem Arm hätte, würde ich nicht mal merken, dass ich geimpft worden bin. Da spreche ich nicht nur für mich, sondern auch für alle anderen ,Impflinge’ hier in Krautheim.“

Nach Neuenstein und Krautheim war das ZIZ-Impfteam – unterstützt von Hausärzten aus den jeweiligen Ortschaften – bereits in den BBT-Seniorenzentren in Distelhausen, Forchtenberg und Pfedelbach im Einsatz. In allen fünf Heimen stehen ab 20. Januar bereits die Termine für die Zweitimpfung an.