Krautheim

Sitzung des Krautheimer Gemeinderates Vier Ortsvorsteher verabschiedet / Beratung zum Windpark „Eckigbreit“ auf den 10. Oktober verschoben

Engagiert für die Stadtteile eingesetzt

Archivartikel

Für ihren langjährigen Einsatz als Ortsvorsteher bedankte sich Krautheims Bürgermeister Andreas Köhler bei Gabriele Abel, Joachim Essig, Gerhard Leutwein und Martin Schmitt.

Krautheim. Nicht alle Punkte, die auf der Tagesordnung der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause standen, wurden auch behandelt. Sowohl die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für drei geplanten Windräder im Windpark „Eckigbreit“ wie auch die Leitungsfreistellung in den Kindergärten wurden von der Tagesordnung genommen. Die Themen sollen in der Sitzung am Donnerstag, 10. Oktober, im Eugen Seitz-Bürgerhaus erneut beraten werden. Weitere Punkte waren die Stadtsanierung „Im Tal II“ in Krautheim sowie die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Jagst in Klepsau.

Besichtigung am 24. Oktober

Bürgermeister Andreas Köhler begrüßte zur Sitzung einige interessierte Bürger. Einer davon äußerte sich bei den Bürgerfragen kritisch über den geplanten Windpark bei Neunstetten. Er stellte die Frage, wie es mit der Transparenz zwischen den Bürgern sowie den Vertretern der Windkraft stehe. Hier entstehen sehr hohe Windräder und er habe große Bedenken mit der Ökologie. Bürgermeister Köhler entgegnete, dass zu diesem Thema schon mehrere Sitzungen stattfanden und die Beteiligung der Bürger jederzeit gegeben war. Das Thema ist eigentlich durch, sagte der Bürgermeister und verwies auf die nächste Sitzung im Oktober, wo auch Landrat Dr. Matthias Neth anwesend sein wird. Am 24. Oktober ist ein Vor-Ort-Termin geplant.

Mit großem Dank und Anerkennung für ihre geleistete Arbeit als Ortsvorsteher verabschiedete das Gemeindeoberhaupt Gabriele Abel (Altkrautheim, 15 Jahre), Joachim Essig (Gommersdorf, 15 Jahre), Gerhard Leutwein (Horrenbach, zehn Jahre) und Martin Schmitt (Oberginsbach, 20 Jahre). Wie Köhler betonte, haben sich alle engagiert für ihren Stadtteil eingesetzt und stets dessen Interessen vertreten. Als kleines Zeichen des Dankes überreichte Köhler ein Präsent. Gabriele Abel dankte der Stadtverwaltung als auch dem Bürgermeister für die stets gute Zusammenarbeit, die, wie sie sagte, eine echte Teamarbeit gewesen ist.

Die „Neuen“

Beim nächsten Punkt wurden einstimmig die vorgeschlagenen Ortsvorsteher und deren Stellvertreter vom Stadtrat auf Vorschlag einstimmig gewählt: Altkrautheim: Markus Rudolph, Stellvertreter Markus Schellmann; Gommersdorf: Stefan Hammel, Stellvertreterin Ulrike Hirn; Horrenbach: Sebastian Ehrler, Stellvertreter Tobias Leutwein; Klepsau: Hans-Joachim Heßlinger, Stellvertreter Matthias Hertlein; Neunstetten: Matthias Englert, Stellvertreter Andreas Wolfarth; Oberginsbach: Sebastian Holch, Stellvertreter Marco Wolpert; Oberndorf: Bernd-Michael Beisel, Stellvertreter Andreas Kraft; Unterginsbach: Werner Rückgauer, Stellvertreterin Silvia Metzler. Bürgermeister Köhler überreichte jeweils die Ernennungsurkunden für dieses Ehrenamt auf Zeit.

„Solarpark Hühnerfeld“

Weiterer Beratungspunkt war die erste Änderung des Bebauungsplan „Solarpark Hühnerfeld“ mit der Abwägung der während der frühzeitigen Bürger- und Behördenbeteiligung eingegangenen Anregungen sowie der Beschluss über die öffentliche Auslegung des Planentwurfes. Wie Köhler erläuterte, wurde mit dem „Solarpark“ ein Sondergebiet ausgewiesen, welches auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Hühnerfeld auch die Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage ermöglichte. Der Bebauungsplan wurde damals in zwei Realisierungsabschnitte unterteilt. Der westliche Teil wurde umgesetzt und eine solche Anlage durch die EnBW errichtet. Eine Realisierung des zweiten Abschnitts im östlichen Teil ist nicht mehr vorgesehen.

Dieser Teil ist durch die achte Fortschreibung des Flächennutzungsplans Bestandteil der Konzentrationszone für Windkraftanlagen „Eckigbreit“ geworden. Durch diese Ausweisung besteht die Möglichkeit, dass eine der geplanten Windkraftanlagen nicht im Wald errichtet werden muss. Dem Stadtrat lagen die während der frühzeitigen Bürger - und Behördenbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen vor. Der Abwägungsvorschlag der Verwaltung war ebenfalls formuliert. Die Planungskosten werden von der Bürgerenergie Krautheim übernommen. Der Gemeinderat traf mit drei Gegenstimmen die notwendige Entscheidung und beauftragte die Verwaltung, den Planentwurf öffentlich auszulegen.

Eine formelle Angelegenheit war der nächste Punkt. Vivien Müller von der Gemeinde Schöntal wird im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit als Vertreterin im Standesamt der Stadt Krautheim gewählt. Umgekehrt wird der neue Standesbeamte Krautheims Viktor Tuchscher in einer der nächsten Sitzungen vom Schöntaler Gemeinderat zum Verhinderungsvertreter für den Standesamtbezirk Schöntal bestimmt, sagte der Bürgermeister.

Außerdem gab Köhler bekannt, dass für den 16. November ein Besuch der Brauereigaststätte mit Führung geplant ist. In Anbetracht, dass am gleichen Tag auch die Rathausstürmung stattfindet, wurde vorgeschlagen, den Termin zu verschieben.

Anfallende Mehrkosten, die bei der Sanierung des Lehrschwimmbeckens in Höhe von rund 52 000 Euro zusätzlich anfallen, wurden vom Stadtrat genehmig.