Krautheim

Abschlusssitzung des Krautheimer Gemeinderates Jahresrückblick von Bürgermeister Andreas Köhler / 2019 insgesamt 1,9 Millionen Euro in die Sanierung der Grund- und Werkrealschule gesteckt

Die Verschuldung ist weiter gesunken

Archivartikel

Der Rückblick des Bürgermeisters auf das abgelaufene Jahr prägte die letzte Sitzung des Gemeinderates in diesem Jahr. Andreas Köhler zog ein positives Fazit.

Krautheim. 2019 war kommunalpolitisch ein höchst spannendes und grundlegendes Jahr, besonders für die Weiterentwicklung und Verbesserung der Infrastruktur der Stadt Krautheim, sagte Bürgermeister Andreas Köhler in seinem Jahresrückblick 2019. Es wurde zudem gemeinsam viel umgesetzt und viel erreicht und dürfe finanziell als das erfolgreichste und maßnahmenstärkste Jahr der Stadt bezeichnet werden. Die Verschuldung im Kernhaushalt wurde weiter abgebaut und das nunmehr im zehnten Jahr in Folge von rund 4,697 Millionen Euro 2010 auf nunmehr rund 1,158 Millionen Euro Ende 2019.

Sanierungsarbeiten gehen zu Ende

Nach dem Brandereignis im November 2017 wurde in diesem Jahr heftig an der Grund- und Werkrealschule in Krautheim gearbeitet, modernisiert und verbessert. Die Sanierungsarbeiten neigen sich dem Ende zu und sollen bis zu den Sommerferien 2020 möglichst fertig sein, sagte das Gemeindeoberhaupt. 2019 wurden hier rund 1,9 Millionen Euro investiert. Die Gesamtfinanzierungsmaßnahme wird an die fünf Millionen Euro an Ausgaben mit sich bringen.

Parallel dazu erfolgte ein Umbau der Heizungsanlage im Schulzentrum mit zwei neuen Gasbrennern und einem Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 100 Kw. Dieses sei hocheffizient und erzeugt Wärme und Strom, was insbesondere für die laufenden Kosten beim Lehrschwimmbecken im Schulzentrum von Bedeutung ist. Die Kosten belaufen sich auf 600 000 Euro. Außerdem wurden Photovoltaikanlagen auf den Dächern des Schulzentrums errichtet, was einen Baustein des Klimakonzeptes der Stadt mit der Bürgerenergie Krautheim darstellt. Auch eine Neugestaltung des Schulhofes mit Sitzplätzen wurde vorgenommen.

Zwei neue Fahrzeuge

Die Stützpunktwehr in Krautheim wurde gleich mit zwei Fahrzeugen, einem Mannschaftstransportwagen und einer Drehleiter, verstärkt. Der Preis für beide Fahrzeuge belief sich auf rund 717 000 Euro. Die Ortsdurchfahrt Unterginsbach ist seit Anfang Dezember fertiggestellt. Die Stadt ist hier mit einem Eigenanteil in Höhe von rund 140 000 Euro für die Gehwege und Beleuchtung sowie für verschiedene Stützmauern sowie mit 70 000 Euro für Wasserversorgung und 20 000 Euro für Abwasserbeseitigung beteiligt.

Landesstraßen saniert

Als erfreulich bezeichnete es der Bürgermeister, dass es gelungen ist die Weiterführung der Straßenbaumaßnahme von Unter - nach Oberginsbach zu erreichen. Fertiggestellt wurde auch die Deckensanierung der L 515 nach Neunstetten und der L 514 nach Assamstadt.

Der Schutz der Bevölkerung und des Eigentums vor den Folgen des Klimawandels ist auch eine wichtige Aufgabe der Stadt Krautheim. Der Gemeinderat habe deshalb in Klepsau insbesondere Maßnahmen hierzu beschlossen, welche teilweise abgeschlossen oder im neuen Jahr angegangen werden können. Der Neubau der Aussegnungshalle im Neunstetten konnte ebenfalls abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten für das Gebäude beliefen sich auf 323 000 Euro, wo die Stadt auch eine Förderung aus dem Ausgleichsstock erhalten hat.

Auch der kleinste Stadtteil Horrenbach, wurde wie Köhler sagte, nicht vergessen. Die Stadt und nicht die Kirchengemeinde ist hier Eigentümer der Kapelle. Die Sanierung des „Horrenbacher Doms“ wurde ebenfalls in 2019 fertiggestellt. Daneben wurde auch die Umstellung auf LED Beleuchtung im Ginsbachtal vorgenommen. Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde dem Ortsteil Oberginsbach die Goldmedaille verliehen. Beim Bürgerempfang im Frühjahr im Eugen-Seitz-Bürgerhaus wurde diese tolle Leistung nochmals entsprechend gewürdigt.

Wie Bürgermeister Köhler weiter erwähnte, ist die Umsetzung des vom Gemeinderat beschlossenen Kindergartenkonzepts in vollem Gange. Dadurch ist gewährleistet, dass in den kirchlichen und den kommunalen Kindertageseinrichtungen immer ausreichend Betreuungsplätze mit den für Eltern passenden Betreuungsformen zur Verfügung stehen. Die Planung eines dreizügigen Kindergartens „Ginsbachtal“ wurde vom Gemeinderat in seiner Sitzung im Dezember freigegeben. In vollem Gange ist auch der Kindergartenanbau in Gommersdorf, wo zehn neue Plätze für Krippenkinder entstehen. Nach langem Anlauf wurde wieder einmal ein neues Baugebiet mit 17 neuen Bauplätzen für den Stadtteil Gommersdorf geschaffen werden. Außerdem wurde im Gemeinderat der wichtige Grundsatzbeschluss für den Einstieg in die Dorfflurneuordnung Gommersdorf gefasst, die nunmehr gemeinsam mit Gemeinderat und Verwaltung angegangen und umgesetzt werden soll.

Fehlende Landesmittel

Das Glasfaserpaket, mit einer besseren Breitbandversorgung für ganz Krautheim, konnte wegen fehlender Landesmittel noch nicht umgesetzt werden, sagte Bürgermeister Köhler. Ende des Jahres 2019 erhielt die Stadt wenigstens die sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Innenministerium. Die Ausschreibung dieser Maßnahme werde über die Wintermonate derzeit vom Planungsbüro erarbeitet, so dass nach Vorlage der Förderzusage mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann.

Bei den Kommunalwahlen am 25. Mai diesen Jahres wurde der neue Gemeinderat gewählt und bei der konstituierenden Sitzung am 18. Juli eingesetzt und verpflichtet. Sein Dank galt dem bisherigen und auch dem neuen Gremium für die zielführende und konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt im vergangenen Jahr.

In seinen Dank schloss Bürgermeister Andreas Köhler auch sämtliche Mitarbeiter der Stadt mit ein, denn ohne das engagierte Mitwirken und Umsetzen wäre eine Vielzahl an Maßnahmen nicht erreichbar gewesen. F