Kommentar

Starkes Resultat

Diana Seufert zur Bürgermeisterwahl in Großrinderfeld

Das Rennen ist entschieden, die Großrinderfelder haben gewählt. Johannes Leibold hat mit 65,1 Prozent der Stimmen die Ziellinie überquert.

Damit zieht ein junger Bürgermeister ins Rathaus ein, der eine kapitale Mehrheit der Bürger hinter sich vereint. Und damit geht auch die Vakanz auf dem Chefsessel zu Ende, nachdem Anette Schmidt im September als Bürgermeisterin nach Tauberbischofsheim gewechselt ist.

Es war kein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit Zielfoto. Doch um den Sieg zu feiern, musste sich Leibold gedulden. Fast hätte es bereits beim ersten Wahlgang zum Start-Ziel-Sieg gereicht. Damals hatten 47,9 Prozent der Wähler für den 32-Jährigen votiert. Für den Politikneuling ein starkes Resultat.

Nun war in der zweiten Runde die Entscheidung nötig. Seinen Vorsprung hat der Gerchsheimer souverän verteidigt und sogar noch ausgebaut.

Der Marbacher Thomas König hat das Nachsehen. Aus der Aufholjagd auf den letzten Metern wurde nichts. Er muss sich mit 33,9 Prozent deutlich geschlagen geben. Und immerhin schaffte er einen Überraschungscoup und entschied den Teilort Großrinderfeld für sich.

Die Großrinderfelder wollten frischen Wind im Rathaus, haben sich für einen Kandidaten entschieden, der über keinerlei Verwaltungserfahrung verfügt. Für den neuen Bürgermeister heißt das nun, sich in einem fremden Metier schnell zurechtfinden – und die Wähler zu überzeugen, die ihr Kreuzchen nicht bei ihm gemacht haben.