Kommentar

Ohne „Parteiräson“

Archivartikel

Diana Seufert zur konstituierenden Gemeinderatssitzung

Im neuen Grünsfelder Gemeinderat gibt es drei gleich starke Fraktionen. Sowohl Grünsfelder Liste und Freie Bürgerliste als auch CDU/Freie Wählervereinigung sind mit je fünf Sitzen vertreten. Wollen eigene Vorschläge forciert oder Ideen umgesetzt werden, ist jede Gruppierung darauf angewiesen, Mehrheiten und damit Koalitionspartner zu finden. Und die können von Thema zu Thema wechseln.

Der „Parteienräson“ zu folgen, ist auf höherer Ebene – in Land und Bund – vielleicht sinnvoll. In der Kommunalpolitik ist dies nicht immer erstrebenswert. Hier sollte nicht die Linie der Gruppierung, sondern die eigene Meinung im Vordergrund stehen, die man sich offen und transparent durch ausführliche Information bilden kann. Schließlich ist die Kommunalwahl für die meisten Bürger auch keine Zustimmung zu den Wahlprogrammen von Parteien oder Listen, sondern ausschließlich eine Persönlichkeitswahl.