Kommentar

Nur ein erster Schritt

Archivartikel

Michael Fürst zur neuen Ausrichtung des Fecht-Clubs

Dass diese Nachricht nun eingeschlagen hat wie eine Bombe, wäre vermutlich etwas übertrieben formuliert; überrascht hat die Verlautbarung der Vorstandsriege des FC Tauberbischofsheim aber ganz gewiss: Bei der sportlichen Neuausrichtung möchte man sich nun also auf die Herangehensweise des Altmeisters Emil Beck beziehen. Wem diese Idee allzu verwegen erscheint, dem sei gesagt, dass die „Altstars“, die einst noch olympische Medaillen für den Fecht-Club holten, schon jahrelang bemängelten, es würde falsch trainiert. Dieser Ansatz, Altbewährtes wieder aus der Schublade zu holen, ist also nicht aus der Luft gegriffen. Die Idee hat eine Chance verdient, auch wenn die Frage freilich gestellt werden muss: Wie vereinbart sich die Lehre von damals mit der Weiterentwicklung des Fechtsports?

Dieser bewusste „Rückschritt“ von der „Medaillenschmiede“ zur „Talentschmiede“ zeigt, dass die FC-Verantwortlichen den Resetknopf gefunden haben. Das „Weiterwurschteln“ und die oft gekünstelte Darstellung „sportlicher Erfolge“ haben ein Ende. Der Schnitt ist hart, aber kompromisslos. Doch der Vorstand weiß auch, dass das nur ein erster Schritt ist. Internationale Erfolge von Aktiven müssen in naher Zukunft auch vorzuweisen sein.