Kommentar

Kunden haben die Wahl

Archivartikel

Olaf Borges zur Situation im Einzelhandel

Leere Fußgängerzonen und geschlossene Geschäfte: Die Corona-Pandemie zeigt deutlich, wie eine Innenstadt ohne Belebung aussieht. Jeglicher Anreiz fehlt, der Begriff Bummel ist schon fast ein Fremdwort. Klar, die Situation ist der Pandemie geschuldet. Doch jetzt wird auch deutlich und für jedermann ersichtlich, wie unsere Städte ohne den Einzelhandel vor Ort aussehen würden. Man ersehnt sich geradezu einen schönen Einkaufsbummel mit einem gemütlichen Abendessen als Abschluss – ein runder Tag und ein Erlebnis, das uns Abwechslung bietet und zufrieden macht. So groß kann die Freude beim Öffnen eines Pakets wirklich nicht sein, nicht einmal, wenn das Bestellte passt und man es nicht zurückschicken muss.

Jetzt haben es die Kunden in der Hand. Sie können weiter im Internet bestellen, damit den Einzelhandel schwächen und somit letztlich eine mehr und mehr verödete Innenstadt in Kauf nehmen.

Oder sie kaufen in einer belebten Fußgängerzone, in der man sich in Normalzeiten trifft, Gespräche führt und auflebt. Vielleicht hat die Krise ja auch ihre positiven Seiten.

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