Kommentar

Eine echte Wahl

Archivartikel

Diana Seufert zur Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten

Die Großrinderfelder haben die Wahl. Vier Kandidaten wollen Bürgermeister werden: Johannes Leibold, Jörn Engstfeld, Thomas König und Stefan Deckert. Zwei Anfang 50, zwei Mitte 30 – drei aus der Gemeinde, ein Auswärtiger. Damit verspricht der Urnengang am 20. Oktober Spannung.

Wie präsentieren sich die Männer, ihre Ziele und ihre Ideen? Das wollten viele Großrinderfelder ganz unmittelbar miterleben – selbst die drei Vorgänger des neuen Gemeindeoberhaupts mit Christian von der Groeben, Manfred Weis und Anette Schmidt mischten sich unter die Zuhörer.

Und so war die Turn- und Festhalle in Gerchsheim bei der ersten von vier Kandidatenvorstellungen brechend voll. Immer wieder mussten die Verantwortlichen weitere Stühle in den Saal bringen, damit alle Bürger einen Sitzplatz bekamen.

Mit rund 400 Besuchern war die Resonanz überwältigend – nicht nur bei den Gerchsheimern. Auch eine Vielzahl an Großrinderfelder, Schönfelder und Ilmspaner Bürgern war gekommen, um die vier Kandidaten hautnah zu erleben und ihre Tauglichkeit für das Amt zu prüfen. Obwohl auch in den anderen Ortsteilen kurz vor der Wahl noch Vorstellungsrunden vorgesehen sind.

Was besonders erfreulich ist: Viele junge Wähler waren gekommen, um sich selbst ein Bild von dem Quartett zu machen, das sich um den Chefsessel im Rathaus bewirbt. Von Politikverdrossenheit keine Spur. Stattdessen wurde die anschließende Fragerunde ausgiebig genutzt.

Dieses Interesse an der Zukunft der Kommune sollte sich auch beim Urnengang widerspiegeln – in einer entsprechend hohen Wahlbeteiligung. Die noch nicht einmal 51 Prozent bei der Wahl von Anette Schmidt dürften dabei leicht zu toppen sein – aber vor vier Jahren stand auch nur eine Kandidatin auf dem Stimmzettel.

Nun haben die Großrinderfelder Bürger mit vier Bewerbern eine echte Auswahl. Von ihrem Wahlrecht sollten daher auch alle Gebrauch machen.