Kommentar

Deutliches Zeichen

Diana Seufert zur Klausur des Gemeinderats

Es ist ein deutliches Zeichen und als Grundsatzbeschluss mehr als eine Absichtserklärung: Der Gemeinderat will die Projekte im Haushalt zurückschrauben, das Investitionsvolumen auf etwa zehn Millionen Euro begrenzen, die Konsolidierung vorantreiben. An wichtigen Vorhaben wie dem Neubau des Kindergartens St. Josef in Königshofen und dem Umbau der Josef-Schmitt-Realschule in Lauda soll aber nicht gerüttelt werden. Die Einsicht ist da, dass man sich mit den Aufgaben und damit auch mit den finanziellen Mitteln übernommen hat. Und gemeinsam mit dem neuen Bürgermeister scheint der Neuanfang mit Händen greifbar.

Jeder Stadtteil hat Wünsche, die die Lebensqualität steigern. Doch der Vorstellung, die mittelfristige Finanzplanung einer Kommune als bloßen Wunschzettel zu sehen, von dem nur ein Bruchteil dessen auf dem Gabentisch landet, was man haben wollte, hat die Kommunalaufsicht ein deutliches Nein entgegen geschmettert. Welche der 155 Maßnahmen nun zeitlich geschoben oder vielleicht sogar aufgehoben werden, müssen die nächsten Haushaltsberatungen zeigen. Aber Hoffnungen und Begehrlichkeiten bei den Bürgern zu wecken, die man später nicht erfüllen kann, hilft keinem.