Kommentar

Der richtige Zeitpunkt

Archivartikel

Harald Fingerhut zum angekündigten Abschied von Christian Kremer

Nun ist es also raus. Christian Kremer wird für eine dritte Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Boxberg nicht mehr zur Verfügung stehen. Eine faustdicke Überraschung ist das sicherlich nicht. Schon seit geraumer Zeit brodelt die Gerüchteküche, dass er eventuell nicht mehr kandidieren werde. In der Gemeinderatssitzung schuf er nun Fakten. Das ist auch gut so – und es passt zum derzeitigen Amtsinhaber, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen.

Zwar ist noch genügend Zeit bis zur Bürgermeisterwahl im ersten Quartal des nächsten Jahres, doch ist es gut, dass nicht nur die Bürger frühzeitig bescheid wissen, sondern auch potenzielle Bewerber. Die Kandidatensuche bei den politischen Gruppierungen kann nun ohne Zeitdruck erfolgen. Aspiranten können in Ruhe über das Für und Wider einer Kandidatur nachdenken, sich über die Aufgaben eines Bürgermeisters informieren.

Die Weichen stehen auf Veränderung. Ob es ein kompletter Neustart, eine Kurskorrektur oder eine Weiterfahrt im bewährten Fahrwasser geben wird, darauf kann man gespannt sein. Sicher ist, egal welche Marschroute eingeschlagen wird, der künftige Rathaus-Chef kann sie mit einigem Proviant angehen. Immerhin über zwei Millionen Euro stehen in den Rücklagen für den Etappen-Start zur Verfügung. Eine wirklich gute Ausstattung, so dass der kommunalpolitische Weg nach der Wahl 2021 zunächst nicht steinig sein dürfte.

 
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