Kommentar

Corona-Kolumne: Ein Testbericht

Sichtschutzwände. Uneinsehbares Gelände. Enge Einfahrt. Menschen in Schutzkleidung. Anspannung. Ein bisschen Angst ist hinten im Auto auf dem Kindersitz auch dabei.

Die Ankunft auf dem Areal der Drive-in-Abstrichstelle ist eine neue Lebenserfahrung. Für meine Frau, aber vor allem für unseren Sohn.

„Papa, das war nicht lustig“, sagt er mit trotzig-ernster Miene, als er aus dem Auto steigt und mir in die Arme springt. „Die sehen aus wie Aliens.“ Wie sich herausstellen soll, aber sehr nette Außerirdische.

Gemeint sind natürlich die Mitarbeiter der Abstrichstelle, die sich in Vollschutz – weißer Anzug, Maske und Brille – dem Auto nähern und freundlich durch die geöffnete Scheibe grüßen.

„Hallo junger Mann, keine Angst. Das geht ganz schnell und tut nicht weh“, sagt einer mit Plastiktüte in der Hand. Darin ist das Röhrchen mit dem Teststäbchen. Das geht dann, geführt von geschulter Hand, einmal in die Backe und anschließend in die Nase. Fertig.

„Das hat nur ein bisschen in der Nase gekitzelt“, ist der frisch Corona-Getestete jetzt schon wieder ganz cool.

Und Applaus gab’s sogar auch. „Als ich fertig war, haben die Aliens geklatscht“, freut er sich. Na dann.

Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken. Keine Ahnung, wie lange es dauert, bis wir über das Ergebnis informiert werden. Einstweilen bleiben wir zu Hause und ganz entspannt, denn es geht uns soweit gut.

Unsere Botschaft an alle Eltern und Kinder, die in nächster Zeit zum Corona-Test müssen: Keine Angst, alles halb so wild – kurz und schmerzlos. Das kriegt Ihr locker hin.

Liebe Eltern, liebe Kinder, bleibt gesund und fröhlich. Glück auf!