Kommentar

Corona-Kolumne: Ein Hoch auf Euch

Fabian Greulich zum Familienleben während der Corona-Krise

Es ist ruhig geworden auf den Straßen. Die Ausgangsbeschränkungen, die am Sonntag nochmals deutlich verschärft wurden, zeigen Wirkung. Und das ist gut so.

„Keiner darf mehr draußen rumlaufen, oder Papa?“, fragt mein Sohn. „So ähnlich ist es“, antworte ich.

„Und wenn Du einkaufen gehen musst? Und wenn es brennt? Oder jemand einen Unfall hat? Oder Räuber unterwegs sind? Oder ...“, prasseln die Fragen nur so auf mich ein.

Ich erkläre ihm möglichst kindgerecht, dass in all den Berufen, die „systemrelevant“ sind, natürlich viele Frauen und Männer alles geben, um unser Land am Laufen zu halten.

„Die sind aber mutig und tapfer“, stellt er messerscharf fest und ich stimme zu.

Dass diese Menschen tagein, tagaus hart arbeiten und sich obendrein noch einer großen Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus aussetzen, beeindruckt ihn sichtlich. „Das sind ja Superhelden.“ Ich gebe ihm recht.

Denn auch wenn dieser Begriff sonst eher irgendwelchen Comic-Figuren vorbehalten ist, passt er in diesen düsteren Tagen der Pandemie doch hervorragend. Diese Menschen leisten Großartiges.

Angefangen bei Ärzten, Krankenschwestern, Pflegekräften und allen, die im Gesundheitssystem tätig sind (und auf die in den nächsten Tagen und Wochen noch sehr viel zukommt), über Polizisten, Feuerwehrleute oder Postboten, bis hin zur Kassiererin im Supermarkt, die den Kunden schutzlos ausgeliefert ist und im Zweifel angepöbelt wird, weil kein Klopapier da ist.

„Ein Hoch auf Euch. Danke, dass Ihr da seid“, möchte ich ihnen zurufen, auch im Namen meiner Familie und all derer, die jetzt zustimmend nicken.

Liebe Eltern, bleiben Sie gesund und fröhlich.

Glück auf!