Königheim

Gemeinderat Gremium beschloss Anhebung der Elternbeiträge am Kindergarten in Königheim um 1,9 Prozent ab dem 1. September

Moderater Dreh an Gebührenschraube

Archivartikel

Die Elternbeiträge werden moderat angehoben. Nachdem in den kirchlichen Kitas eine Erhöhung um 1,9 Prozent erfolgen wird, stimmte der Gemeinderat dem auch für die Kita Königheim zu.

Königheim. Die letzte öffentliche Sitzung des Königheimer Gemeinderats vor der Sommerpause ging in etwas mehr als 30 Minuten flott über die kommunalpolitische Bühne. Vor einer stattlichen Zahl an Zuhörern standen die Elternbeiträge, beziehungsweise deren Anhebung, im Mittelpunkt der Sitzung am Montag im Bürgerhaus in Brehmen.

In der Gemeinde Königheim gibt es drei Kindertagesstätten (Kitas). Die Einrichtungen in Gissigheim und Pülfringen befinden sich in Trägerschaft der katholischen Kirche. In Königheim ist er in kommunaler Trägerschaft, deshalb legt dessen Gebühren der Gemeinderat fest. Für die Elternbeiträge der beiden ersteren ist die Katholische Verrechnungsstelle zuständig. Sie, so Bürgermeister Ludger Krug, habe signalisiert, dass sie die vom Gemeindetag empfohlene Anhebung um 1,9 Prozent übernehmen werde. „Ich denke, wir sollten uns dem anschließen“, schlug Krug vor. Die Ratsmitglieder stimmten einmütig dem Vorschlag der Verwaltung zu.

So wird beispielsweise der Elternbeitrag bei einem Kind über drei Jahren in der Betreuung für verlängerte Öffnungszeit von 7.30 bis 14 Uhr bei 6,5 Stunden an fünf Tagen die Woche von 168 auf 171,20 Euro erhöht. Bei einem Kleinkind unter drei Jahren, das an fünf Tagen pro Woche jeweils sechs Stunden betreut wird, müssen die Eltern statt bisher 342 Euro ab 1. September 351,60 Euro bezahlen. In den Regelgruppen erhöht sich der Elternbeitrag bei einem Kind aus einer Familie mit einem Kind monatlich von 117 auf 119 Euro, bei zwei Kindern unter 18 Jahren von 90 auf 92 Euro und bei einer Familie mit drei Kindern unter 18 Jahren von 60 auf 61 Euro. Bei einer Familie mit vier Kindern unter 18 Jahren bleibt der Elternbeitrag auch weiterhin bei 20 Euro.

Windräder

Auf Anfrage eines Bürgers, ob es denn von Seiten der Gemeinde Königheim gegenüber der Zeag noch eine Verpflichtung gebe und man damit rechnen müsse, dass weitere Windräder gebaut werden, teilte Bürgermeister Ludger Krug mit, dass derzeit Gespräche zwischen der Kommune und dem Energieunternehmen laufen.

Derzeit sei eine Klage vor dem Verwaltungsgericht anhängig, da die Zeag den Flächennutzungsplan als nicht rechtskonform ansehe. Sie als Mehrheitsgesellschafter der Bürgerenergie Königheim habe im Gegensatz zu dem Minderheitsgesellschafter, der Gemeinde Königheim, die Absicht, weitere Windkraftanlagen zu bauen und zu betreiben. „Wir versuchen, aufeinander zuzugehen und eine für beide Seiten akzeptable Zwischenlösung zu finden“, so Krug. Sobald es etwas Konkretes geben wird, werde die Verwaltung die Öffentlichkeit informieren.

Mobilfunkmasten

Der Gemeinderat stimmte einmütig der Änderung, Erweiterung und Errichtung von drei Mobilfunkanlagen im Gemeindegebiet zu. Die Masten in Brehmen im Gewann „An der Straße“ und in Pülfringen im Gewann „Am Schweinberger Pfad“will die Firma Vodafon aufrüsten. In Gissigheim plant die gleiche Firma im Gewann „Auberg“ in der Nähe des zentralen Hochbehälters einen neuen, etwa 55 Meter hohen Mast zu errichten. Die genaue Lage steht noch nicht fest.

Grünes Licht gab der Gemeinderat für den Bau einer Unterstellmöglichkeit am alten Sportplatz in Königheim direkt am Radweg.