Königheim

Land und Leute „Star Wars“-Fan Jürgen Zugelder aus Königheim gestaltet seine eigenen Plakate und veröffentlicht sie in Magazinen

Im Bann der „Sternenkrieger“

Der Kampf Gut gegen Böse bildet den Kern von „Star Wars“. Fan der Film-Saga ist Jürgen Zugelder. In Magazinen hat er dazu Beiträge und selbst gemalte Poster veröffentlicht. Weiteres ist in Arbeit.

Königheim. Der erste „Star Wars“-Film „Krieg der Sterne“ kam 1977 in die Kinos. Damals war Jürgen Zugelder noch nicht geboren. „Ich war wohl zwölf“, erinnert sich der heute 34-Jährige im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten, als er den Streifen zum ersten Mal im Fernsehen sah und in die fantastische Welt von Luke Skywalker, Han Solo, Obi-Wan, Prinzessin Leia und Darth Vader eintauchte. Genau erinnert er sich noch an die Szene, in der Obi-Wan sein Laserschwert aus der Truhe holt. Die findet er immer noch gut.

Seit dem Fernsehabend hat das Weltraumabenteuer den Königheimer nicht mehr losgelassen. „Natürlich“ hat er alle Episoden mit den galaktischen Helden und Schurken – egal ob in der Originalversion oder einer Neuverfilmung.

Die beste ist in seinen Augen „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, die sechste Episode der Saga. „Das hat damals schon gut ausgesehen“, schwärmt er angesichts mit Blick auf die Spezialeffekte. Auch wenn er den Film „bestimmt schon über zehn Mal“ gesehen hat, steht für ihn fest: „Den kann man sich immer wieder anschauen.“

Genauso mag er weitere Produktionen der Firma Lucasfilm beziehungsweise Disney, welche Erstere 2012 gekauft hat. Ein besonderer Genuss ist für Zugelder dabei immer die Musik von John Williams. Die spielt der Tenorhornist der Musik- und Feuerwehrkapelle Königheim gerne selbst.

Ein weiteres Hobby von ihm ist das Malen. Schon als Kind habe er gerne gezeichnet, erzählt der 34-Jährige. Sein Lieblingsmotiv waren damals Ritter.

Moderne Actionhelden sind es gewesen, die ihn vor rund fünf Jahren auf eine besondere Idee brachten. Zugelder: „Ich habe gemerkt wie toll es ist, wenn man seine Filmposter selbst gestalten kann.“ Dazu hat er mittlerweile einen Teil seines Wohnzimmers in ein kleines Atelier umgewandelt, wie zig Pinsel und große Flaschen mit Wandfarben auf dem Tisch zeigen.

Zunächst malte der Königheimer Porträts von Figuren aus Filmenreihen wie „James Bond“, „Turtles“, „Transformers“ oder „Fluch der Karibik“. Diesem Piratenfilm hat er mit einem lebensgroßen Bild von Captain Jack Sparrow (gespielt von Johnny Depp) bei sich zuhause ein eigenes Denkmal gesetzt. Seit rund drei Jahren sind nun die Protagonisten der „Star Wars“-Filme und -Serien Zugelders favorisierte Motive.

An einem Plakat arbeitet er je nachdem, wie viel Freiraum ihm sein Beruf oder andere Verpflichtungen lassen, ein bis zwei Wochen. Das Malen ist für ihn Erholung vom Alltag.

Dabei gestaltet er die Plakate nach seinen eigenen Vorstellungen und stellt die Film-Charaktere so dar, „wie ich sie gerne haben möchte“. Doch egal, welchen Protagonisten Jürgen Zugelder malt: Er achtet immer auf jedes Detail. Dafür nimmt er sich auch gerne viel Zeit und trägt beispielsweise mehrere Farbschichten auf, um einem Gesicht „eine besondere Ausdruckskraft“ zu verleihen.

Mit einigen Bildern hat er auch schon die Macher und Leser des Offiziellen Star Wars Magazins und des Star Wars Panini Comics erfreut. In der im September erschienenen Spezialausgabe „Journal of the Whills“ durfte sich Zugelder in der Rubrik „Fan-ID“ in einem kleinen Porträt den Lesern etwas näher vorstellen.

Juni-Ausgabe im Blick

Seit rund zweieinhalb Jahren liefert der „Star Wars“-Kenner aus dem Brehmbachtal für die alle drei Monate erscheinenden Ausgaben des Magazins einen Brief. „Da bin ich schon gesetzt“, freut sich der Königheimer. So ist auch in dem am Donnerstag erschienenen Heft wieder etwas von Jürgen Zugelder dabei. Für ihn war diese Ausgabe aber schon lange zuvor abgeschlossen. Jetzt hat er die Juni-Ausgabe im Blick. „Das Bild ist fertig“, freut er sich. Zum Inhalt verrät er nur soviel: „Es geht um den Imperator.“

In seinen Beiträgen schreibt er nicht nur seine Meinung zu einzelnen „Star Wars“-Filmen oder bevorstehenden Veröffentlichungen. Er schildert auch, wie er sich die Fortsetzung der bisherigen Handlung vorstellt oder über welche Szenen er sich freuen würde. Garniert wird das Ganze dann noch mit einem von ihm gemalten Poster.

Seiner Fantasie freien Lauf lässt Jürgen Zugelder auch, wenn er all seine Ideen in einem Comic zu einer runden Geschichte formt. Das erste über die „Sternenkrieger“ verfasste er 2010. Unter dem Titel „Skywalkers Traum“ handelt es davon, wie der Film „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ weitergehen könnte. Inzwischen hat Zugelder sieben Comics zu „Star Wars“ getextet und gezeichnet. „Und es werden bestimmt noch mehr“, lacht er.

Das gilt sicher auch für seine anderen Comic-Projekte: So hat er für sich bereits die Geschichten unter anderem von „Gladiator“, „Indiana Jones“ und „Fluch der Karibik“ fortgeschrieben. – Und dann gibt es da noch eine Zeichnung, auf die Jürgen Zugelder mächtig stolz ist: Ein Porträt von Bundeskanzlerin Angela Merkel, das zu deren 60. Geburtstag im Rahmen einer Leseraktion in einer deutschen Boulevardzeitung mit Millionenauflage erschienen ist.