Königheim

Gemeinderat tagte Jahresrechnung für 2018 ohne Einwände zugestimmt

Gute Zahlen sind ein Grund zur Zufriedenheit

Archivartikel

Königheim.Erfreuliche Zahlen legte die Verwaltung mit der Jahresrechnung 2018 am Montagabend dem Königheimer Gemeinderat vor. Vor allem Mehreinnahmen sorgten beim Verwaltungshaushalt für einen neuen Höchststand. Verzichtet werden konnte auf die Entnahme aus den Rücklagen. Durch eine Zuführung von knapp 110 000 Euro wuchsen diese sogar auf rund 1,04 Millionen Euro an. Die Pro-Kopf-Verschuldung sank um 85 Euro auf 1889,56 Euro.

Detailliert vorgestellt wurde das Zahlenwerk von Kämmerer Joachim Köhler. Wie er feststellte, erreichte der Verwaltungshaushalt mit über neun Millionen Euro ein „Rekordniveau für die Gemeinde Königheim“. Er lag rund 400 000 Euro über, der Vermögenshaushalt zirka 100 000 Euro unter dem Ansatz. Die Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt betrug knapp 980 000 Euro. Der Gesamthaushalt lag bei gut zehn Millionen Euro.

Als eine der wichtigsten „Einnahmequellen“ des Verwaltungshaushalts nannte Köhler die im Vergleich zum Vorjahr um 83 000 Euro gestiegene Einkommenssteuer (1,72 Millionen Euro). Die erhaltenen Schlüsselzuweisungen (1,42 Millionen Euro) lagen knapp 9200 Euro über dem Plan. Ein Plus von rund 99 000 Euro ergab sich bei der Gewerbesteuer (799 000 Euro). Durch Grundsteuer A und B kamen zirka 397 000 Euro in die Kasse. Um 234 000 Euro übertrafen die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb (2,96 Millionen Euro) das Ergebnis von 2017.

Die Personalkosten schlugen mit 2,08 Millionen Euro zu Buche. Für die kirchlichen Kindergärten gab die Gemeinde zirka 225 000 Euro aus. Verwaltungs- und Betriebsausgaben betrugen 3,56 Millionen Euro. Das entspricht gegenüber 2017 einer Steigerung von rund 290 000 Euro. Den Haushaltsansatz unterschritt man dennoch um 115 000 Euro. Um fast 50 000 Euro auf rund 1,88 Millionen Euro angewachsen ist die Summe, welche die Gemeinde insgesamt für die Kreis- und Finanzausgleichsumlage zahlen musste. Dazu kamen gut 150 000 Euro für die Gewerbesteuerumlage. Somit beträgt der Anteil der Umlagezahlungen am Verwaltungshaushaltvolumen 20,7 Prozent (2017: 23,2 Prozent).

Weiter beleuchtete Köhler den Kostendeckungsrad bei Einrichtungen und Gebühren. Beim Kindergarten fiel dieser um sechs auf 53 Prozent. Um drei auf 82 Prozent stieg der Wert im Bestattungswesen. Die Kostendeckung bei der Abwasserbeseitigung liegt immer noch über 100 Prozent. Sie ist aber um ein Prozent gesunken, da die Kostenunterdeckung aus den Vorjahren ausgeglichen werden muss. Dies gilt auch für die Wasserversorgung. Hier wirkt sich die 2018 erfolgte Gebührenanhebung positiv auf die Gemeindekasse aus, wie die auf 114 Prozent gestiegene Kostendeckung zeigt.

Größte Brocken im Vermögenshaushalt (1,3 Millionen Euro) waren die Sanierung der Kirchbergschule und der Hochwasserschutz. Bei verschiedenen Projekten wie beispielsweise der Phosphatfällung bei der Kläranlage Königheim oder der Umrüstung der Beleuchtung auf LED erfolgte die Bildung von Haushaltsresten für den Etat 2019. Die Schuldenlast der Gemeinde wurde um rund 289 000 Euro auf gut 5,71 Millionen Euro reduziert.

Die Räte stimmten der Jahresrechnung der Gemeinde Königheim für 2018 ohne Einwände zu. su