Königheim

„Bülfemer Kabuckler“ Prunksitzung im Dorfgemeinschaftshaus war ein grandioser Abend

Dem „Kabuckler TV“ entgeht nichts

Carina und Andi haben das Sagen am „Bülfemer Kabuckel“. Bei einer gelungenen Prunksitzung wurden alle närrischen Register gezogen.

Pülfringen. Mit Spannung wird jedes Jahr bei den „Kabucklern in Bülfri“ die Bekanntgabe des Prinzenpaares erwartet. Absolutes Stillschweigen bei den Wissenden und wilde Spekulationen bei allen anderen, gingen voraus, um dann als erste Aktion bei der Prunksitzung den großen Aha- Effekt auszulösen.

Klaus Böhrer, der den Einzug des Sitzungspräsidenten mit dem neuen Prinzenpaar ankündigte, gab damit auch den Startschuss zu einem grandiosen Abend. Präsident Andreas Leiblein kam in Begleitung von Prinzessin Carina und Prinz Andi (Mutschler) – umrahmt von der Juniorengarde der „Höpfemer Schnapsbrenner“ – auf die Bühne, um in gekonnt lockerer Art den Abend zu moderieren.

Humorvolle Rede

In ihrer Antrittsrede stellten Carina und Andi humorvoll klar, wer die kommenden Wochen regieren und damit die Entwicklung der Gemeinde verändern wird. Dass dazu auch attraktive Bauplätze gehören, war dabei eine klare Ansage an die Verwaltung.

Dass Gerichtsstetten in Wirklichkeit „Karschdäide“ heißt und ein tanzbegeisterter Ort ist, klärten Andreas Leiblein und die Mädchen der Kinderschautanzgruppe nach dem flotten Tanz auf der Bühne. Nicht nur in den falschen Bus, sondern in alle Fettnäpfchen, die ein Soldatenleben bietet, nahmen die jungen Kämpfer Tim Hartmann, Niklas Baumann und Luis Knörzer mit, als sie die Erlebnisse beim Militär parodierten. Die „Karstäider Housche“ Juniorinnen fegten im Anschluss über die Bühne und zeigten- in tollem Outfit beeindruckende Akrobatik und Choreographie.

Mit Spannung wurden dann die neuesten Nachrichten von „Kabuckler TV“ übertragen. Marcel Horn und seine Assistentin Cantalle (Klaus Horn) machten selbst die kleinsten Fehltritte im Ort zu Highlights. Selbst die Erklärung eines verlorenen Fußballderbys in Gissigheim wurde logisch, der zufolge anscheinend eine dürftig bekleidete Dame (vermutlich vom Gegner engagiert) die Mannschaftsbesprechung und damit die Motivation beeinflusst hatte.

Zu dem Marsch „Ankers away“ wirbelten die „Höpfemer“ Juniorengardemädchen sehr sportlich über die Bühne und erhielten entsprechend donnernden Applaus.

Der Programmpunkt „Pfarrer und Bürgermeister“ wurde zum lustigen Schlagabtausch, bei dem Bürgermeister Ludger Krug auf die Anspielungen von Pfarrer Franz Lang geschickt konterte und damit versuchte, „den eigenen Stall sauber zu halten“ und den Ball zurück zu spielen. Die leeren Kassen auf beiden Seiten wurden dadurch nicht voller, aber die Lachmuskeln der Zuschauer ordentlich in Betrieb genommen.

Farbenfroh kam die KKK-Elferratsgarde in die Halle und erntete viel Beifall für einen eindrucksvollen Tanz. Sitzungspräsident Andi Leiblein bewies sein vielseitiges Talent, als er „Der Babbe hot Leibweh“ nicht nur vortrug, sondern auch noch mitreißend erklärte, welche Hausmittel und Therapien hilfreich sind.

Grandiose Schlawiner

Sherlock Holmes war auf der Bühne zu sehen, als die gemischte Garde der Schnapsbrenner ihren Showtanz präsentierte und damit zum nächsten Highlight überleitete.

Die MGV Schlawiner brachten eine grandiose Show zum Vortrag und verbreiteten damit Laune und Lust zum Mitsingen. Roland Scherer blickte auf die vergangenen 20 Jahre zurück und beleuchtete besonders die Ereignisse in jüngster Zeit mit dem Resümee, dass alles viel leichter ist, wenn Musik und Gesang dabei sind. Bei dem Versuch ein Stimmungslied anzufangen, mussten die Sänger ihre Grenzen eingestehen und mit Unterstützung des 100-jährigen Musikvereines drei weltbekannte Lieder zu singen, was von den Gästen begeistert angenommen wurde.

Die Wagenbauer wurden für ihre grandiose Leistung beim Bau des orientalischen Faschingswagens gelobt. Im Drei-Vierteltakt gab es dann das Finale, was wieder zum Mitschunkeln animierte.

Schwungvoll und sportlich

Mit „Schiff Ahoi“ präsentierte die Schautanzgruppe der „Högöiger“ ihren flotten Auftritt, um das Publikum auf die Biertester Andi und Andi einzustimmen. Alle Varianten des Biergenusses und auch den häufigen Gang in den Keller demonstrierten die Beiden mit diversen Hilfsmitteln.

Ein weiterer Höhepunkt war der Einmarsch der „Kabuckler Dreamboys“, die mit ihren Tanz das Thema Bier nochmals aufgriffen und mit Schwung und sportlichen Figuren für leuchtende Augen bei den Besuchern sorgten und einer Zugabe nicht entkommen konnten.

Tradition hat die Schlagerparade als krönender Abschluss eines herausragenden Abends, bei der die Fußballer das Ergebnis einiger extra Trainings abliefern. Den beiden trinkfesten Campern im Wurfzelt begegneten täglich neue musikalische Zuckerstückchen in Form von verschiedenen Musikgruppen, die einiges auf die Ohren der Gäste gaben.

Ein unterhaltsamer und kurzweiliger Abend ging mit dem großen Finale zu Ende und war gleichzeitig der Start in eine intensive Faschingszeit mit Umzügen, Kappenabend und Kinderfasching am Faschingsdienstag. sb