Kickers Würzburg

Fußball Mit dem KFC Uerdingen erwarten die Würzburger Kickers am Samstag einen sehr erfahrenen Gegner / Dominic Baumann wieder im Training

Profis spielen nun auch für mehr Urlaub

Archivartikel

In den letzten fünf Punktspielen bis zur Winterpause wollen sich die Drittliga-Profis des FC Würzburger Kickers nicht nur weitere Siegprämien verdienen, sondern auch ein paar freie Tage. FWK-Trainer Michael Schiele wollte gestern auf FN-Nachfrage zwar nicht damit herausrücken, welches Punkteziel er sich zusammen mit der Mannschaft gesetzt hat, doch ließ er zumindest durchblicken, dass es mehr sein sollten als die 24 Zähler, welche die Kickers bis zur Winterpause 2018/19 gesammelt hatten. Sollte das gelingen, wird die Winterpause um den einen oder anderen Tag verlängert. Bei 15 noch zu vergebenden Punkten sollte da noch „ein fettes Pfund Freizeit“ für die Kicker vom „Dalle“ herausspringen.

Die erste dieser fünf noch ausstehenden Begegnungen bis zum Jahreswechsel bestreiten die Würzburger morgen um 14 Uhr in der „Flyeralarm-Arena“ gegen den Ex-Bundesligisten KFC Uerdingen. „Von den Namen her ist das eine brutal gut besetzte Mannschaft, mit sehr, sehr guter Qualität“, sagte Schiele. „Größter Name“ im Kader der Krefelder ist sicherlich Kevin Großkreutz, 2014 Weltmeister mit Deutschland in Brasilien. Da es allerdings bei den Uerdingern nicht nach Wunsch läuft, bei den Kickers dagegen der Trend seit Wochen, wenn zwar nicht steil, aber doch stetig nach oben geht, sind die Unterfranken morgen favorisiert – zumal es im letzten Spiel vor der nun zu Ende gehenden Länderspielpause in Chemnitz erstmals gelang, ohne Gegentreffer zu bleiben.

„Abgefeiert“ haben das die Würzburger aber nicht. „Eher zur Kenntnis genommen“, berichtete Mittelfeldspieler Patrick Sontheimer. Der kernige Mittelfeldspieler, der weiter vom Zweitligisten Greuther Fürth an den FWK ausgeliehen ist, trägt einen großen Teil dazu bei, dass die Kickers immer stabiler werden. Unermüdlich ist er im Mittelfeld „auf der Sechs, der Acht oder sogar der zehn“ unterwegs. „Ich mag das, so variabel einsetzbar zu sein.“ Zu dieser seit Monaten schwelenden „Zu-Null-Diskussion“ rund um den „Dalle“ hat Sontheimer übrigens seine ganz eigene Meinung: „Ich gewinne lieber, als dass ich kein Gegentor bekomme und dann nur 0:0 spiele.“

Mehr Tore gefordert

„Es ist natürlich noch mehr möglich“, sagt er zu seinen eigenen Leistungsmöglichkeiten. Zum Beispiel in Sachen Torausbeute: Da steht in dieser Saison erst ein Treffer für Patrick Sontheimer zu Buche. „Er könnte ruhig wieder mal eines nachlegen“, fordert Trainer Michael Schiele, der aber sonst „vollkommen zufrieden“ ist mit „Sonti“, wie er gerufen wird. Mit seinen erst 21 Jahren müsse man ihm auch einmal den einen oder anderen Fehler zugestehen.

Um die Fehler-Minimierung ging es auch während zweiwöchigen Länderspielpause – vor allem in der Defensive. Weiter nannte Coach Schiele die Spieleröffnung, Umschaltspiel und Standards als Schwerpunkte der jüngsten Trainingseinheiten. Dabei haben Sebastian Schuppan und Daniel Hägele einige Tage krankheitsbedingt gefehlt. Sie sollten für das Spiel gegen Uerdingen allerdings wieder fit sein. Noch nicht fit, aber wieder auf dem Platz steht Dominic Baumann nach seinem Knöchelbruch. „Er war bei einigen Übungen schon Anspieler“, freut sich Michael Schiele, der auch die gute körperliche Konstitution des Rekonvaleszenten lobte.