Kickers Würzburg

Fußball Beim heutigen Spiel gegen den Bundesligisten aus Mainz steht der Testspielcharakter eindeutig im Mittelpunkt

Kickers wollen "was probieren"

Archivartikel

Der Partygast war schon mal da: Elf Jahre nach dem Freundschaftsspiel im Rahmen des WM-Sommermärchens 2006 gastiert der 1. FSV Mainz 05 am heutigen Freitag um 18 Uhr erneut in der "Flyeralarm-Arena" in Würzburg. Die Testpartie gegen den Gastgeber FC Würzburger Kickers findet anlässlich des 50. Geburtstages des Stadions am Dallenberg statt.

Seither hat sich einiges verändert: War der FC Würzburger Kickers seinerzeit noch in der Landesliga beheimatet, ist der FWK in den vergangenen Jahren auf rasantem Weg in den Profifußball durchgestartet. "Wir freuen uns sehr auf das Match gegen einen solch attraktiven Gegner wie Mainz 05", sagt Würzburgs Cheftrainer Stephan Schmidt. "Das ist in der Länderspielpause eine Top-Partie für uns, in der wir gegen einen Bundesligisten in allen Bereichen an unsere Grenzen kommen werden. Das ist auch gut so."

Einer, der seinerzeit noch unter Jürgen Klopp in Mainzer Diensten gestanden war und das 05er-Trikot beim 2:0-Erfolg vor 2400 Zuschauern gegen die Kickers getragen hatte, ist Würzburgs heutiger Co-Trainer Christian Demirtas. "Ganz ehrlich", sagt der 33 Jahre alte Offenbacher, der alleine für die Rheinland-Pfälzer insgesamt 77 Erst- und Zweitliga-Partien bestritten hat, "so wirklich kann ich mich an das Spiel von damals in Würzburg nicht erinnern." Und noch eine Würzburger Verbindung gibt es zum FSV Mainz 05: Felix Müller (24) trug von 2012 bis 2015 drei Spielzeiten das FSV-Trikot und schaffte unter dem heutigen Cheftrainer Sandro Schwarz (38) den Drittliga-Aufstieg.

Für den Test am heutigen Freitag wird FWK-Cheftrainer Stephan Schmidt "auch im Hinblick auf unser Drittliga-Heimspiel am Wochenende darauf gegen Paderborn das eine oder andere probieren. Denn dafür sind gerade solche Spiele da". Beide Teams haben sich darauf verständigt, unbegrenzt wechseln zu können. "Aufgrund der Sperren von Björn Jopek und Jannis Nikolaou werden wir gegen Mainz schon einige Gedanken umsetzen", betont Schmidt. Während Jopek und Nikolaou gegen Paderborn zum Zuschauen gezwungen sind, wäre ein Einsatz gegen Mainz freilich möglich. "Wir wollen insgesamt im Rhythmus bleiben", betont Stephan Schmidt, der im Test gegen den FSV auf Kapitän Sebastian Neumann verzichten wird. Der 26 Jahre alte Innenverteidiger hat aus der Partie in Zwickau eine Blessur davongetragen und wird aus Gründen der Vorsicht eine Pause einlegen.

Bytyqi bei der U21 des Kosovo

Derweil ist Enis Bytyqi bei der U21-Auswahl des Kosovo eingetroffen. In Mitrovica steht heute ab 19 Uhr das EM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen an, vier Tage später am Dienstag, 5. September, trifft die Auswahl des Kosovo dann ab 19 Uhr in Osnabrück auf den von Stefan Kuntz trainierten U21-Europameister Deutschland. Während der 20-jährige Bytyqi bereits vier Partien für die U18-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bestritten hat, ist er bis dato noch nicht für ein U-Team der Republik Kosovo aufgelaufen.

Für die Mainzer um den früheren Nationaltorwart René Adler, der vor der Saison vom Hamburger SV in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt gewechselt war, ist das Geburtstagsspiel in Würzburg bereits der zweite Test in dieser Woche. Schon einen Tag nach der 0:1-Niederlage beim VfB Stuttgart hatten die Schwarz-Schützlinge am Sonntag beim Oberligisten FK Pirmasens mit 6:1 die Oberhand behalten. Auf dem Platz standen dabei durchweg Akteure, die am Vortag nicht oder nur kurz zum Einsatz gekommen waren. Am Tag nach der Begegnung in Würzburg steht am Samstag in Mainz das mit zahlreichen Weggefährten besetzte Abschiedsspiel für Nikolce Noveski auf dem Programm, bei dem aus dem aktuellen Kader wohl lediglich Niko Bungert und Stefan Bell mit von der Partie sein werden. Innenverteidiger Noveski aus Mazedonien hat seine Profi-Karriere mittlerweile beendet, zuletzt stand er elf Spielzeiten bei den Rheinland-Pfälzern unter Vertrag.

"Wir wollen uns in der Länderspielpause ein gutes Gefühl holen", sagte Sandro Schwarz kurz nach dem Bundesliga-Match beim VfB. Nach bis dato zwei Spieltagen warten die Mainzer noch auf den ersten Punkt. Aufgrund zahlreicher Länderspielabstellungen ist der Kader von Sandro Schwarz aktuell etwas ausgedünnt, die Einheit am Mittwoch am Bruchweg absolvierten 17 Mann.