Kickers Würzburg

Bayerischer Verbands-Pokal Würzburger verlieren das Finale nach Elfmeterschießen mit 2:5 gegen 1860 München / Ausgleich für „Löwen“ fiel erst in der 90. Minuten

Kickers gelingt die Titelverteidigung nicht

TSV 1860 München - FC Würzburger Kickers 5:2 n.E.

München: Hiller, Willsch, Moll, Lang, Steinhart, Erdmann (80. Wein), Tallig, Lex, Dressel, Djayo (63. Greilinger), Mölders.

Würzburg: Giefer, Ronstadt, Hägele, Kwadwo, Feick, Kraulich (73. Flecker), Kopacz, Sontheimer (92. Douglas), Baumann (73. Sané), Pfeiffer, Herrmann (78. Staude).

Tore: 0:1 (57.) Feick, 1:1 (90.) Greilinger. - Elfmeterschießen: 2:1 Lex, Hiller hält gegen Hägele, 3:1 Tallig, Hiller hält gegen Kopacz, 4:1 Steinhart, 4:2 Flecker, 5:2 Moll. – Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer (Altenberg). – Zuschauer: 0.

Der FC Würzburger Kickers hat die Titelverteidigung im bayrischen Toto-Pokal verpasst. Die „Rothosen“ mussten sich im Endspiel beim TSV 1860 München mit 2:5 nach Elfmeterschießen geschlagen geben. Für die „Löwen“ war dies gleichzeitig der erste Titelgewinn im Verbandspokal. Arne Feick brachte die Würzburger nach 58 Minuten mit einem Freistoß aus gut 20 Metern in Führung, in der 90. Minute glückte dem eingewechselten Fabian Greilinger der Ausgleich, der die Hausherren damit ins Elfmeterschießen rettete.

Dort avancierte 1860-Schlussmann Marco Hiller, der die Elfmeter von Würzburgs Kapitän Daniel Hägele und David Kopacz parierte, zum Pokal-Helden. „Ich denke es war ein super Spiel von uns. Denn unter dem Strich haben wir nur ganz wenig zugelassen. Daher freue ich mich einfach für die ganze Mannschaft. Bei den zwei gehaltenen Elfmetern hab ich auf mein Bauchgefühl gehört“, freute sich der 23-Jährige nach der Partie im leeren Grünwalder Stadion.

Erste Chance ging an die Kickers

Die erste große Möglichkeit der Partie gehörte allerdings dem Zweitligaaufsteiger aus Würzburg. Nach einem Abstimmungsproblem zwischen Dennis Erdmann und Niklas Lang tauchte FWK-Angreifer Dominic Baumann frei vor Marco Hiller auf.

Der Löwen-Keeper wehrte den Abschluss aus 13 Metern jedoch mit dem Fuß ab (11.). Auf der anderen Seite rettet FWK-Schlussmann Fabian Giefer bei einem Heber von Sascha Mölders (12.).

Mitte der ersten Halbzeit kamen die „Rothosen“ gerade bei Standardsituationen gefährlich vor das Münchner Tor. So hatten die „Löwen“ im Anschluss an einen Eckball Glück, als Marco Hiller den Ball genau vor die Füße von Robert Herrmann faustete. Der nahm „die Kugel“ halblinks aus 13 Metern direkt, aber der 1860-Keeper brachte blitzschnell die Faust nach oben, lenkte den Schuss über die Querlatte (32.).

Kurz danach verlängerte Dominic Baumann eine Linksflanke des Ex-Löwen Arne Feick am Elfmeterpunkt mit dem Kopf, der Ball ging knapp am rechten Pfosten vorbei (33.). Auf der Gegenseite lenkte Fabian Giefer einen Schuss von Dennis Dressel im Strafraum per Fußabwehr zur Ecke (34.). Damit ging es torlos in die Pause.

Sehenswerter Freistoß

Die erste Chance im zweiten Spielabschnitt hatte das Heimteam: Fabian Giefer tauchte nach einem Dressel-Schuss aber rechtzeitig ins rechte untere Eck ab und hielt den Ball fest (53.). Schließlich ging aber die Schiele-Elf durch einen sehenswerten Freistoßtreffer von Arne Feick mit 1:0 in Führung. Allerdings zeigte sich der Drittligist keinesfalls geschockt und hatte durch Stefan Lex die große Ausgleichsmöglichkeit. Jedoch strich der Abschluss des Münchner Offensivspielers hauchdünn am langen Pfosten des Würzburger Tores vorbei (62.).

Spätestens ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich die Partie zu einem echten Pokalfight – auch weil die Würzburger einen möglichen zweiten Treffer und die damit verbundene Vorentscheidung des Spiels verpassten. Unter anderem klatschte ein Kopfball von Dominic Baumann nur an den Pfosten des Münchener Tores (65.).

So kam es aus FWK-Sicht, wie es kommen musste, und die „Rothosen“ kassierten in der 90. Minute doch noch den späten Ausgleichstreffer durch Fabian Greilinger. Damit musste der Toto-Pokalsieger im Elfmeterschießen ermittelt werden.

Als erster Schütze trat Stefan Lex an. Der Erdinger verwandelte sicher zum 2:1. Daniel Hägele scheiterte anschließend mit einem schwachen Schuss an Marco Hiller. Erik Tallig verwandelte souverän zum 3:1, ehe Hiller den zweiten Würzburger Strafstoß von David Kopacz abwehrte. Phillipp Steinhart brachte die Löwen mit 4:1 in Führung.

Endstand lautet 5:2

Zwar verkürzte FWK-Neuzugang Florain Flecker noch auf 4:2, am Ende sorgte jedoch Quirin Moll mit seinem verwandelten Elfmeter zum 5:2 für den Endstand.

„Spannung bis zum Ende, ein toller Freistoß-Treffer, ein Last-Minute-Ausgleich, Entscheidung im Elfmeterschießen mit zwei Paraden und am Ende ein Premieren-Sieger: Das Finale war der krönende Abschluss einer packenden Pokalsaison. Gefehlt hat am Ende nur eines: die Zuschauer. Ohne Fans fehlt dem Fußball etwas“, erklärte BFV-Präsident Rainer Koch.