Kickers Würzburg

Fußball Die Würzburger Kickers bezwingen im Freitagsspiel der 3. Liga den SV Meppen mit 3:2 und rücken zumindest bis heute Mittag auf den achten Platz vor

FWK muss am Ende noch unnötig zittern

Archivartikel

Würzburger Kickers – Meppen 3:1

Würzburg: Verstappen, Kaufmann (80. Hemmerich), Gnaase, Vrenezi (90.+2 Widemann), Sontheimer, Pfeiffer, Hägele, Schuppan, Rhein (84., Hansen), Ronstadt, Herrmann.

Meppen: Domaschke, Osee, Komenda, Amin, Undav, Tankulic (57. Düker), Evseev, Ballmert, Egerer, Guder (62. Kleinsorge), Rama (84., El-Helwe).

Tore: 1:0 (13.) Pfeiffer, 2:0 (17.) Sontheimer, 2:1 (20.) Rama, 3:1 (34.) Rhein, 3:2 (90.+3) Düker . – Gelb-Rote Karte: Undav (81., Ellenbogencheck). – Schiedsrichter: Patrick Kessel (Hüffelsheim). – Zuschauer: 4580.

War das der Turnaround in der Vorrunde? Die Würzurger Kickers haben gestern Abend im Heimspiel den SV Meppen bezwungen, damit erstmals zwei Siege in Folge gefeiert und sich erst einmal von der Abstiegszone entfernt.

FWK-Trainer Michael Schiele vertraute derselben Anfangsformation, die im vorigen Auswärtsspiel beim SV Waldhof Mannheim die Weichen auf Sieg gestellt hatte. Und diese Elf zeigte, dass sich dieser jüngste 2:1-Erfolg äußerst positiv aufs Selbstvertrauen ausgewirkt hatte, denn die Kickers erfreuten die Zuschauer mit einer erfrischenden Anfangsphase. Mit gutem Pass- und Positionsspiel drängten sie die Meppener erst einmal in die Defensive, so dass deren 6:1-Euphorie vom Sieg gegen Kaiserslautern fix verflogen war.

Und gleich die erste gute Chance war drin: Robert Herrmann brachte den Ball nach einer zu kurz abgewehrten Flanke gleich wieder in den Strafraum und dort knipste Luca Pfeiffer mit dem linken Fuß zum 1:0 (13.). Und der Gommersdorfer war auch am 2:0 maßgeblich beteiligt. Er störte den Gäste-Torhüter Eric Domaschke beim Spielaufbau am eigenen Strafraum, zwang ihn zu einem Presseschlag und der Ball landete bei Patrick Sontheimer. Der hob „das Ding“ cool mit links ins leere Meppener Tor (17.).

Doch die Kickers wären in dieser Saison nicht die Kickers, wenn sie nicht erneut für ein Gegentor gut gewesen wären: Nach einem Freistoß-Trick landete der Ball beim Ex-Würzburger Valdet Rama, der das Spielgerät lässig über den allzu hastig aus dem Tor eilenden Kickers-Keeper Eric Verstappen in den FWK-Kasten lupfte (20.). Allerdings zeigte sich nun die neu gewonnene Stabilität der Schiele-Mannen. Weitere Gäste-Möglichkeiten ließen sie nicht zu. Im Gegenteil: Neuzugang Simon Rhein traf kurz vor der Pause mit einem beherzten Volleyschuss aus halblinker Position zum 3:1 für den FWK (40.).

Zwar mussten in der 54. Minute Sebastian Schuppan, Daniel Hägele und Eric Verstappen im Verbund gegen Rama klären, doch sonst hatten die Kickers die Begegnung im Griff - ohne allerdings zu eigenen Möglichkeiten zu kommen. Vrenezis Schuss nach gut einer Stunde hielt Domaschke sicher (61.).

Etwas unverständlich war dann in den letzten 20 Minuten des Spiels, dass die Würzburger den Gästen aus dem Emsland den Ball überließen und sich viel zu tief in die eigene Hälfte fallen ließen. Und hatten die Kickers mal den Ball, dann „klopften“ sie zu oft in lang und weit nach vorne – prompt war das Spielgerät wieder beim Gegner. Da allerdings auch der nicht viel damit anzufangen wusste, blieb es beim letztlich verdienten Kickers-Erfolg. Der wackelte dann aber noch einmal für wenige Sekunden, weil Julius Düker in der Nachspielzeit doch noch zum 3:2 traf (90.+3).