Kickers Würzburg

3. Liga Die Würzburger Kickers empfangen morgen den VfR Aalen, der auf einem Abstiegsplatz steht / Wiedersehen mit Clemens Schoppenhauer

Dieses Spiel weist die Richtung

Archivartikel

„Wir wissen, was wir können. Das ist eine Menge, wenn bei uns jeder 100 Prozent bringt.“ Das sagt Sebastian Schuppan vor dem morgigen Drittligaduell um 14 Uhr in der heimischen „Flyeralarm-Arena“ gegen den VfR Aalen. Dazu kehrt der Kapitän der „Rothosen“ gegen die Schwaben nach seiner abgeleisteten Sperre (fünfte Gelbe Karte) wieder in den Kader zurück und fügt an: „Wir wollen generell in der Rückrunde das ernten, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben.“

FWK-Cheftrainer Michael Schiele äußert sich vor dem ersten Heimspiel 2019 gegen den Tabellenvorletzten der 3. Liga etwas verhaltener: „Wir wollen jedes Spiel Vollgas geben und dann werden wir sehen, wo wir am Ende in der Tabelle landen.“ Aktuell belegen die Kickers mit 27 Punkten den zehnten Tabellenplatz. Durch den überraschend klaren Auswärtserfolg gegen Uerdingen wurde der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf fünf Zähler ausgebaut. So wird dieses Spiel gegen Aalen die Richtung weisen. Während der Rückrunde soll auch die Heimbilanz aufgebessert werden, denn in der Heimtabelle belegen die Kickers mit 15 Punkten aus elf Spielen lediglich den zwölften Tabellenplatz.

„Fußball gespielt“

Trotzdem betont Michael Schiele: „Natürlich ist es bisher eine eher durchwachsene Saison. Daher war es wichtig, gleich mit einem guten Ergebnis in die restliche Rückrunde zu starten. Wir haben in Uerdingen einmal mehr gezeigt, dass wir Fußball spielen können.“

Anders hingegen sieht die Lage bei den Gästen aus Aalen aus. Die Mannschaft von Trainer Argirios Giannikis gewann zuletzt am 30. September ein Spiel in der 3. Liga (3:2 beim FSV Zwickau). Zudem kassierte die VfR-Defenisve in den bisherigen 20 Partien schon elf Kopfball-Gegentore. Dies ist der höchste Wert aller Drittligisten. Auch deshalb wurde in der Winterpause mit Clemens Schoppenhauer ein in Würzburger bekannter Spieler zu dritt- und Zweitliga-Zeiten verpflichtet. Der 26-Jährige absolvierte in der Zeit von 2014 bis 2017 insgesamt 104 Pflichtspiele für die „Rothosen“ und erlebte auch den Aufstieg der Kickers von der Regionalliga Bayern bis in die 2. Bundesliga hautnah mit. Allerdings setzte sich der Innenverteidiger zuletzt beim FC St. Pauli nicht wie erhofft durch und absolvierte in anderthalb Jahren in Hamburg lediglich zwei Zweitligaspiele: „Es war für mich keine einfache Zeit. Daher hoffe ich, in Aalen nun deutlich mehr Spielzeit sammeln zu können.“

Trainer Argirios Giannikis setzt voll auf das Ziel Klassenerhalt: „ Ich bin total davon überzeugt, dass wir die Klasse halten. Wir müssen jetzt einfach defensiv permanent stabiler werden. Außerdem müssen wir das ganze Spiel über voll fokussiert sein. Auch wird wichtig sein, dass wir in unserem Spiel eine gute Mischung zwischen Mut und Kontrolle finden. Wenn uns das alles gelingt, werden wir den berühmten Bock auch umstoßen. Denn wir können gegen jede Mannschaft punkten.“