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Tipps für den eigenen Haushalt

Archivartikel

Wie kann man der Grundwasserverschmutzung im Haushalt entgegenwirken? Die Jugendredaktion hat einige Tipps für den eigenen Alltag zusammengestellt.

Chemiekeulen vermeiden

Aggressive Reinigungsmittel sind ein Problem. Sie sparsam einzusetzen schont die Umwelt. Und auf die umweltschädlichen WC-Duftsteine kann man in den meisten Fällen verzichten. Mittlerweile gibt es im Internet viele Rezepte und Anleitungen, wie man selbst gemachtes Reinigungsmittel aus Essigsäure, Zitronensäure, Teebaumöl, Backpulver oder Soda herstellt, das günstiger ist und ebenfalls reinigt.

„Nur der Po gehört aufs Klo“

„Die Toilette ist keine Müllkippe: Nur der Po gehört aufs Klo“: Diesen Slogan hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) kreiert. Das meiste Wasser verbrauchen wir für die Toilette. Das sind etwa 40 Liter am Tag.

Für einen geringen Wasserverbrauch nutzt man die Spartaste an der Toilettenspülung. Selbstverständlich sollte es sein, keinen Müll (Feuchttücher, Wattestäbchen) oder Giftstoffe wie Benzin, Medizin oder Essensreste in die Toilette zu werfen. Das Einzige, was in die Toilette darf, ist das Toilettenpapier.

„Shower thoughts“

Duschen verbraucht circa 37 Liter Wasser täglich. Wenn man badet, liegt der Wasserverbrauch bei 150 Litern. Das heißt also, lieber duschen statt baden, denn man wird genauso sauber und verbraucht viel weniger Wasser. Benutze nicht zu viel Badeschaum, denn der muss aus dem Wasser wieder entfernt werden. Sonst schwimmen die Fische auch bald im Schaum und das gefällt ihnen gar nicht.

„Worst Case“ für die Umwelt

Wäscheparfüms, die von der Verbraucherzentrale Hamburg als „Worst Case“ für Umwelt und Verbraucher eingestuft wurden, sind besonders schädlich, denn sie enthalten verschiedene Inhaltsstoffe, die beim Waschen ins Grundwasser gelangen. Diese sind in vielen Fällen nicht biologisch abbaubar und geraten am Ende über das Grundwasser in unsere Nahrung und damit wiederum in unsere Körper.

Die Duftperlen einer bekannten Wäschemarke enthalten „Tetramethyl acetyloctahydronaphthalenes“. Als künstliche Moschusverbindung kann sich der Duftstoff in Wasserorganismen und im Fettgewebe anreichern. Auch kleine in die Umwelt abgegebene Stoffmengen können sich in vergleichsweisen hohen Konzentrationen in Tieren und im Menschen wiederfinden.

An Allergiker denken

Problematisch können Wäscheparfüms zudem für Allergiker werden, die bestimmte Duftstoffe nicht vertragen. Selbst wenn der Nutzer über keine Allergien klagt, können sie anderen Menschen wie Mitinsassen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Bürokollegen zu schaffen machen.

Die Allergie kann sich dann zum Beispiel durch eine Reizung der Atemwege bemerkbar machen. Wer auf den angenehmen Duft nicht verzichten möchte, kann das Wäscheparfüm selber machen. Beispielsweise ein wenig ätherisches Öl in das Weichspülerfach der Waschmaschine träufeln. Bewährt hat sich hierfür Orangenöl.

Einen angenehmen Geruch nehmen Kleidung und Wäsche an, wenn im Schrank eine duftende Seife beziehungsweise ein Beutel mit Lavendelblüten oder einem Potpourri aus verschiedenen Kräutern oder Blüten abgelegt wird. Bild: dpa

Xenia Heckmann