Igersheim

Igersheimer Krippenweg 2020 An 13 Stellen sind besondere Figuren zu bestaunen

Spaziergang, der sich lohnt

Archivartikel

Igersheim.Wie in den letzten Jahren, wurde auch in diesem Jahr zum ersten Adventssonntag der Krippenweg in Igersheim aufgebaut. In den Schaufenstern von 13 Geschäften und Institutionen wurden Weihnachtskrippen ausgestellt. Es sind süddeutsche, alpenländische, orientalische, afrikanische oder auch Papierkrippen in den Fenstern zu bewundern. Etwas Besonderes dürften die Weihnachtskrippen mit Egli-Figuren im orientalischen Stil, ausgeführt als biblische Erzählgeschichte der Geburt Jesu, in der Goldbachstraße und die beiden afrikanischen Krippen aus Nordafrika in Keramik und aus Zentralafrika in Ebenholz darstellen.

Die Egli-Figuren kamen über die Schweiz, wo sie die Ordensschwester Anita Derungs 1964 erfunden und mit einer Reihe Frauen weiterentwickelt hat, 1967 nach Deutschland. Hier hat sich Doris Egli der Figuren angenommen, sie weiterentwickelt und zum heutigen Stand gebracht. Die Figur besteht aus einem Drahtgestell, das sehr beweglich ist und mit Stoff- oder Filzkleidern belegt wird. Die Figuren sind gesichtslos, um sie von ihrem Ausdruck her nicht festzulegen. Gefühle und Absichten werden durch Körpersprache ausgedrückt. Die Figuren, wie die ganze Weihnachtskrippe, sind von Marianne und Gerhard Erber aus Bad Mergentheim in mühevoller Kleinarbeit gefertigt und aufgestellt worden. Die beiden Weihnachtskrippen aus Nord- und Zentralafrika zeigen die menschlichen und kulturellen Unterschiede der Bevölkerung Afrikas. Die Krippe aus Nordafrika, eine private Krippe, ist aus Keramik gefertigt, die Krippe aus Zentralafrika, dem Heimatverein „Messklingenschlapp“ Igersheim von dem verstorbenen Priester Ludwig Beitel gestiftet, ist aus wunderschönem Ebenholz fein geschnitzt. Der Krippenweg ist noch bis einschließlich Mittwoch, 6. Januar , zur Besichtigung frei. Ein Spaziergang durch Igersheim lohnt sich auf jeden Fall.