Igersheim

THW Igersheim Bundestagsabgeordnete und THW-Präsidentin Nina Warken zu Gast

Nur ein „spärlicher Informationsfluss“

Archivartikel

Igersheim.Im Rahmen ihrer Sommertour war die Bundestagsabgeordnete Nina Warken (CDU) auch in der Gemeinde Igersheim zu Gast. Hier besuchte die ehrenamtliche Präsidentin der THW-Landesvereinigung Baden-Württemberg auch den örtlichen Verband in Igersheim. Dem schloss sich ein Rundgang durch den Ort mit Bürgermeister Frank Menikheim an.

Empfangen wurde Warken im Namen des CDU-Gemeindeverbandes Igersheim vom stellvertretenden Gemeindeverbandsvorsitzenden Robert Landwehr und dem THW-Ortsbeauftragten Marco Wieczorek. Dieser stellte zunächst seinen Verband vor und ging insbesondere auf die Jugendarbeit ein. „Rund 80 Prozent der späteren aktiven THWler kommen aus der Jugendabteilung“, informierte er.

Weiter berichtete Wieczorek von den Übungen während der Coronabeschränkungen, die anfangs nur in kleinen Gruppen stattfanden: „Dadurch konnte zumindest der Kontakt zu den Mitgliedern aufrechterhalten werden.“ Der THW-Chef nutzte die Gelegenheit, auch Wünsche und Anregungen vorzubringen. So wurde an erster Stelle beanstandet, dass kein Hinweisschild zum THW-Standort angebracht werden dürfe. Außerdem wies Anke Karger, Sachbearbeiterin der Regionalstelle des THW in Heilbronn, darauf hin, dass die Entlohnung hauptamtlich THW-Beschäftigter gegenüber der freien Wirtschaft viel zu gering sei und sich deshalb auf Ausschreibungen derzeit entweder überhaupt keine oder nur unqualifizierte Personen bewerben würden.

Wieczorek bemängelte ferner, dass der Informationsfluss von Bundesebene zu den Ortsverbänden sehr spärlich sei und Informationen oft sehr spät ankämen, was zur Folge habe, dass man kurzfristig reagieren müsse. Auch setzte er sich für eine bessere Abstimmung zwischen den einzelnen Ortsverbänden ein. Nach dem Gedankenaustausch führte der Ortsbeauftragte durch den THW-Fuhrpark, der sehr gut ausgestattet ist. „Ihnen allen ein ganz herzliches Dankeschön für Ihre tolle Arbeit. Sie sind da, wenn Sie gebraucht werden. Ihr Engagement verdient Respekt und Anerkennung. Sie können auf mich zählen“, sagte Warken.

Im Anschluss führte die „Sommertour 2020“ Warken von Harthausen nach Igersheim. Dort wurde die Gruppe bereits von Bürgermeister Frank Menikheim erwartet, der die Führung durch den Ortskern übernahm. Beginnend am Rathaus, ging die Gruppe über den Möhlerplatz, die Bad Mergentheimer Straße, den Bahnhof, die ehemalige Grundschule mit dem geplanten Gesundheitszentrum und den Kulturkeller zurück zum Rathaus, das der Bürgermeister zum Schluss noch vorstellte. Warken zeigte sich von den Maßnahmen und dem bereits Erreichten sehr beeindruckt. pm