Igersheim

Wallfahrtsverein Igersheim Hundert Pilger individuell unterwegs

Neue Wege des Glaubens gegangen

Archivartikel

Igersheim.Rund 100 Pilger waren auf Initiative des Igersheimer Wallfahrtsvereins unterwegs. Das Pilgerführerteam hatte die Idee, als Ersatz für die ausgefallene Fußwallfahrt einen Pilgerweg anzubieten, auf dem alle individuell unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen, aber doch miteinander verbunden, unterwegs sein konnten.

Der Tag begann einem Gottesdienst in der St.-Michael-Kirche. Das Wallfahrtkreuz und die Fahne im Chorraum sorgten für die richtige Stimmung. Auch mit dem entsprechenden Abstand war die Verbundenheit der Wallfahrer durch den gemeinsamen Glauben spürbar. Die traditionellen Lieder der Wallfahrtskapelle gingen trotz Singverbot allen zu Herzen.

Stationen zum Verweilen

Unterdessen waren bereits die ersten Pilger mit der eigenen Familie, einem Wegpartner oder einem befreundeten Haushalt unterwegs, größtenteils zu Fuß, einige auch mit dem Fahrrad oder dem Pkw. Die wallfahrtserprobten Pilger ließen sich von den dunklen Regenwolken am Himmel nicht abschrecken. Die Stationen am Wegrand und in den Kapellen in Reisfeld und Reckerstal riefen zum Verweilen auf. Bis zum Abend gab es die Möglicheit, an den Stationen zu Lesen, zu Hören, zu Beten. Auch eine Meditation über die aktuelle Corona-Situation durfte nicht fehlen. Sie wurde auf der Reisfelder Höhe über das Smartphone als Podcast angehört. Nach Möglichkeit bekamen die Teilnehmer für die richtige Wallfahrt-stimmung ebenfalls Lieder auf das Smartphone gesendet.

Kleiner Film entsteht

Da sich die Gruppen nur vereinzelt begegneten, wird das PFT die Eindrücke und Bilder der Teilnehmer zu einem kleinen Film zusammenstellen. Das Feedback der Teilnehmer war durchweg sehr positiv. Alle waren dankbar, dass überhaupt etwas stattfand. Viele freuten sich über den regen Austausch mit dem Wegpartner und über die Anregungen zum Nachdenken auf dem Weg.

Wenngleich die Aktion kein vollständiger Ersatz für das Gemeinschaftserlebnis einer zweitägigen Fußwallfahrt war, bleibt aber immerhin das Gefühl, dass in diesen Zeiten doch nicht alles abgesagt, sondern Vieles auch möglich ist.