Igersheim

Gemeindetag Baden-Württemberg Modellprojekt „Digitalisierung und Heimat“ gestartet

Igersheim beim Pilotprojekt mit dabei

Archivartikel

Stuttgart/Igersheim.Neun Kommunen wollen im Modellprojekt „Digitalisierung und Heimat“ unter Beweis stellen, dass Digitalisierung Menschen verbinden kann. Zwei Jahre lang wird auch die Gemeinde Igersheim deshalb als „Exzellenz-Kommune“ im Förderprogramm „Digitalisierung und Heimat vom Land Baden-Württemberg wissenschaftlich und finanziell unterstützt. Digitale Maßnahmen werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Unterstützung erhalten sie vom Gemeindetag Baden-Württemberg.

Das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration fördert das Gesamtprojekt mit bis zu einer Million Euro, nach Einwohnerzahl gestaffelt, für alle neun Kommunen im Zuge der Digitalisierungsstrategie digital@bw. Digitalisierungsminister Thomas Strobl und der Präsident des Gemeindetags, Roger Kehle, übergaben den Kommunen in Stuttgart ihre Förderbescheide.

Bürgermeister Frank Menikheim mit dem Gemeinderat und der Verwaltung sind fest entschlossen, die Chancen für Igersheim zu nutzen und die Bevölkerung einzubinden. Dies eröffnet kreative und neue Wege, sich den Bürgern als fortschrittliche, attraktive Gemeinde zu positionieren – auch digital – für alle Altersstufen und Interessensgruppen. „Wer von zuhause wegzieht, kann dank der Digitalisierung den Kontakt in die alte Heimat halten. Wer hinzuzieht, soll über den digitalen Zugang leichter in der realen Gemeinschaft vor Ort aufgenommen werden. Mit der Förderung des Projekts ,Digitalisierung und Heimat’ wollen wir den Menschen zeigen, wie beides, Heimat und Digitalisierung, miteinander zusammenhängt. Denn: Der digitale Wandel setzt sich fort, wo die Menschen leben und arbeiten, wo sie daheim sind – in den Kommunen. Sie sind das Fundament unserer Gesellschaft, der Gemeinschaft vor Ort“, erklärte Strobl.

Für den Gemeindetag ist das Modellprojekt der nächste logische Schritt seiner bisherigen Aktivitäten zur Unterstützung des digitalen Wandels in den Kommunen. „Es gibt bereits viele nützliche digitale Anwendungen, die den Alltag der Menschen vor Ort erleichtern. Akzeptanz dafür werden wir aber nur erhalten, wenn die Menschen diese digitalen Lösungen auch innerlich annehmen. Für uns war klar, dass wir ein Modellprojekt anstoßen müssen, das die Identifikation mit der Gemeinde und der örtlichen Gemeinschaft stärkt. Nur wer in seiner analogen Heimat einen sicheren Hafen findet, wird die Potenziale der digitalen und gefühlt oft unsicheren Welt voll ausschöpfen“, führte Roger Kehle aus. Das Modellprojekt „Digitalisierung und Heimat“ setzt an dieser Schnittstelle an: „Digitalisierung braucht Heimat und Heimat braucht Digitalisierung.“

Digitalisierung stellt die kommunale Gemeinschaft vor neue Herausforderungen. Igersheim wird deshalb gerne die Impulse aus diesem Förderprogramm und auch aus der Zusammenarbeit mit den acht weiteren Pilotkommunen nutzen, um Bindung, Information und Kommunikation sowohl zwischen Gemeinde, Ortsteilen und Einwohnern als auch zwischen den Einwohnern untereinander zu stärken. Bereits über mehrere Projekte aus der Vergangenheit können sich die Igersheimer bereits regelmäßig an Entwicklungsprozessen beteiligen. Dies hat auch die Fachjury für die Auswahl der Modellkommunen für dieses aktuelle Förderprogramm „Digitalisierung und Heimat“ überzeugt: „In Igersheim gibt es schon so viel, auf das sich aufbauen lässt, dass es sich lohnen wird, die Stärken Igersheims auch mit den Mitteln der Digitalisierung weiter auszubauen und Schwächen zu minimieren.“ Schließlich solle für Igersheim eine neue und zeitgemäße Identität vor Ort verankert und so für die Bürger erlebbar werden. Den offiziellen Start des Projekts bildet eine Auftaktveranstaltung in der Erlenbachhalle am 25. Oktober, 18 Uhr, zu der die Bevölkerung willkommen ist.