Igersheim

Modulhaus-Vorhaben Pilotprojekt der Gemeinde Igersheim in Harthausen wird aus dem ELR-Topf mit bis zu 200 000 Euro finanziell unterstützt

Für die Kommune „ein großer Gewinn“

Archivartikel

Die Gemeinde Igersheim erhält die Förderzusage für ein Modulhaus-Vorhaben, abermals ein Pilotprojekt. Aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum fließen 200 000 Euro.

Igersheim. „Mit der Förderzusage für das Modulhausprojekt in Harthausen kann dank den Fördermitteln des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum ein weiteres wichtiges Projekt im Main-Tauber-Kreis entstehen“, so der Landtagsabgeordnete für den Main-Tauber-Kreis, Professor Dr. Wolfgang Reinhart. Bei seinem kürzlichen Vorortbesuch hatten sich Igersheims Bürgermeister Menikheim und der Fraktionsvorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Manfred Schaffert, an den Abgeordneten gewandt.

Beispielhaft für viele Projekte und Vorhaben im Landkreis stünde das Modulhausprojekt, das nun mit bis zu 200 000 Euro in der ELR-Schwerpunktgemeinde gefördert werden könne. Dies habe das federführende Ministerium Ländlicher Raum nun schriftlich auf Anfrage mitgeteilt.

Immer wieder segensreich

Wolfgang Reinhart rief in diesem Zusammenhang dazu auf, auch künftig Anträge an das Ministerium zu stellen. Schon seit vielen Jahren seien die Fördergelder des Programms immer wieder segensreich für zahllose öffentliche wie auch private Vorhaben gewesen. Es sei erklärtes Ziel der ELR-Förderung, die Attraktivität des ländlichen Raums nachhaltig zu steigern. Der Main-Tauber-Kreis als dünn besiedeltster Landkreis profitiere hier umso mehr.

„Es ist mir seit vielen Jahren eines der wichtigsten Anliegen, dass wir gerade auch mit attraktivem Wohnraum in den ländlichen Gebieten des Main-Tauber-Kreises die Lebensqualität für die Menschen vor Ort steigern können“, so Reinhart weiter. Auch für die nach wie vor hohe Nachfrage an Fachkräften für die hiesigen mittelständischen Unternehmen sei es wichtig, dass neben guten Arbeitsbedingungen auch moderne Wohnungen gebaut würden, was nun das erwähnte Modulhausprojekt in Harthausen beispielhaft zeige. „Igersheim kann so seine Entwicklung im Rahmen der ELR-Schwerpunktgemeinde durch einen wichtigen Baustein ergänzen“, so der Abgeordnete.

Auch im übrigen Main-Tauber-Kreis hätten in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte durch die Gelder aus dem ELR-Topf realisiert werden können. Dieses Förderinstrument habe sich bereits seit längerem als zielführend für die Regionen im Land erwiesen. Es bleibe daher auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Förderkulisse in der Landespolitik. „Deshalb wollen wir im Doppelhaushalt 2020/21 die Mittel nochmals erhöhen. Ebenso wie bei weiteren wichtigen Maßnahmen wie der Stadtsanierung“, so Reinhart abschließend.

„Am 24. Juli 2018 wurde dem Gemeinderat und dem Ortschaftsrat Harthausen in einer gemeinsamen Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Harthausen ein Konzept zur Errichtung von Modulhäusern in der Talstraße in Harthausen vorgestellt“, blickt Igersheims Bürgermeister Frank Menikheim auf die jüngste Vergangenheit zurück. Das Konzept sei im Rahmen der Aussprache allgemein begrüßt worden. Seither hätten die den Initiatoren Max Rügamer, Georg Schumann und Jochen Elsner am Projekt weiter gearbeitet und gemeinsam den Gedanken entwickelt, zur Durchführung und Realisierung des Vorhabens eine Genossenschaft zu gründen. Zu diesem Zweck seien eine Genossenschaftssatzung sowie ein Geschäftsplan ausgearbeitet worden.

Deutlich vorangetrieben

Des Weiteren sei, so der Schultes, die bauliche Konzeption vorangetrieben worden. „Außerdem wurde zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Finanzierung des Projektes nach Fördermöglichkeiten gesucht. Hier wurde besonders das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) in den Blick genommen.“ Denn die Zielsetzungen des ELR – wie Wohnraumschaffung, Innenentwicklung, Lückenschluss, Holzbau, Flächen sparen, innovative Ideen und anderes – würden mit dem Projekt allesamt erreicht.

„Deshalb finde ich es sehr erfreulich, dass der Zuschuss für die Genossenschaft in Aussicht gestellt wird. Die Gründung der Genossenschaft und die Umsetzung des Projektes sollte nun mit Nachdruck umgesetzt werden. Für die Gemeinde und besonders für Harthausen wäre dies eine großer Gewinn“, meinte das Igersheimer Gemeindeoberhaupt abschließend auf Anfrage der Fränkischen Nachrichten. pm/ktm