Igersheim

Fastnachts-Nachtumzug in Igersheim Hexen, phantasievolle Kostüme und „ganz normale“ Narren / Teilnehmer aus Kalrobien sowie zahlreiche Gäste aus der Region

Fantastisch buntes und schallendes Spektakel

Ein fantastisches, buntes, leuchtendes und schallendes Fastnachtsspektakel war der 8. Nachtumzug der FG Kalrobia in Igersheim mit vielen Gästen.

Igersheim. Mehr als dreimal ist ja landläufig schon Tradition. Die Kalroben haben vor Jahren mit dem Nachtumzug eine solche begründet, und die Veranstaltung erfreut sich seither steigender Beleibtheit.

Neben dem Rathaussturm, dem großen Umzug und den Veranstaltungen in der Erlenbachhalle haben die Igersheimer Narren mit dem Nachtumzug einen weiteren närrischen Höhepunkt geschaffen.

Visuell-akustisches Erlebnis

Auch der 8. Nachtumzug am Samstag war wieder ein besonderes visuell-akustisches Erlebnis. Da immer wieder neue Gäste mit dabei sind, bekommen die Zuschauer, die vor allem in der Mergentheimer Straße und am Möhlerplatz dicht gedrängt stehen, viel geboten, zumal die Trachtenkapelle stets für die Bewirtung sorgt – Getränke und Bratwurst gehören einfach zum Narrentreiben.

Wer das Spektakel sozusagen „privat“ genießen will, findet entlang der Umzugsstrecke von der Erlenbachhalle hin zum Möhlerplatz genügend Gelegenheit, den bunten Zug zu bestaunen. Für die Kinder gibt es immer reichlich Süßes, was ihnen den Anblick so mancher schreckeinflößender wilder Gestalten leichter macht.

Angeführt wurde die bunte Narrenschar von der Kalrobenschar der Igersheimer Narren, die ja den Namen jener Rübe tragen, die einst in diesem Dorf häufig auf den Tisch bzw. in den Topf und dann auf den Teller kam.

Vorgestellt wurden alle teilnehmenden Gruppen auf dem Möhlerplatz von Kalroben-Ehrensenator Bernd Hellstern, der auch den jeweiligen Schlachtruf bekanntgab. Und so hallte es dann auf dem Möhlerplatz von unzähligen „Kalrobia Helau“-Rufen sowie den närrischen Parolen der Gäste. Ob „Hole male“, „Schorle Schlotzer“, „Strumpfkapp Ahoi“ oder „Narri Narro“ – auch die Fastnachtswelt ist längst ein globales Dorf geworden und verkündet ihre Rufe überall. Ein Umzug ohne Musik? Geht nicht, und die neben der Trachtenkapelle zweite „Hauskapelle“ der Igersheimer Narren, der Deutschordens-Spielmannszug aus Bad Mergentheim, sorgte mit schmissigen Stücken gleich für die närrische Laune.

Ihm folgten die Narrenfreunde aus Ingersheim bei Ludwigsburg – der „Homale und seine Hexenbrut“ sind immer einen zweiten, dritten etc. Blick wert. Die „Seniorengruppe Drescher“ – ein Kalrobianisches Narrenprodukt – mit dem „unverwüstlichen Ede“ an der Spitze und die seit Jahrzehnten zur Igersheimer Fastnacht gehörenden „Hexen vom Spießle“ sorgten ebenso für Stimmung wie der Igersheimer Faschingsclub Deininger.

Dann gab es wieder auf die Ohren. Die „Gerhiltsbrunner Gugge“ aus Gerabronn ließen es bei ihrer Premiere in Igersheim krachen. Hexen haben was, und so war es auch mit den Kelterhexen aus Remseck, denen eine weitere Igersheimer Gruppe, nämlich „Flamenco Schmagofatz“ folgte. Sie hatte ihre letztjährigen „Steam Punk“-Umzugskostüme angelegt, und schon heute darf man gespannt sein, was sie beim großen Umzug am Sonntag, 3. März vorführen werden. Dann wurde es schließlich noch „vornehm“: die Burgfräuleins der Nusslocher „Giggelsburg Waiwa“ stolzierten erstmals mit ihrem Burgdämon durch Kalrobiens Straßen. Ein ganz besonderer Hingucker waren die „Hebbocher Knallbohnen“ aus Großheubach mit ihren illuminierten Gewändern.

Sie waren ebenso erstmals zu Gast wie die schaurig-schönen „Schadda Wesa“ aus Lehrensteinsfeld im Weinsberger Tal.

Es folgten die „Black (K)Nights“, die Guggemusiker aus „Schwaachern hinnerm Berg“ und die „Zabergäu-Hexen Stockheim“ aus Wüstenrot. Dann nochmals ein Igersheimer Gewächs, die Gruppe „Alles Banane“. Den Abschluss bildeten die „Stoa Hexa“ aus Bickelsberg bei Oberndorf am Neckar (sie hatten die weiteste Anreise) und die Freunde aus der Badestadt, nämlich die Schafherde der „Lustigen Gesellen“.

Das Narrenfest ging weiter; im Anschluss wurde in der Erlenbachhalle natürlich wieder kräftig miteinander gefeiert.