Hohenlohe-Franken

Förderung Hohenlohekreis bezuschusst Bio-Musterregion

Zusage wurde an Bedingungen geknüpft

Hohenlohekreis.Franziska Frey ist seit 1. Juli 2019 Regionalmanagerin der Bio-Musterregion Hohenlohe. Das Land zahlt ihre Stelle zu 75 Prozent – über drei Jahre. Die nicht geförderten Kosten tragen bislang die Stiftung Haus der Bauern in Kirchberg sowie die Verbände Demeter, Bioland und Ecoland.

Jetzt hat der Kreistag des Hohenlohekreises entschieden, die Bio-Musterregion bis 2022 mit jährlich 12 000 Euro zu unterstützen und so die fehlenden 25 Prozent der Personalkosten mit zu übernehmen. Der Kreis Hall hatte dafür im Dezember den Weg freigemacht. Den Beschluss tragen nicht alle Hohenloher Kreisräte mit. Zehn von 42 waren dagegen. „Wir stehen vorbehaltlos zur Bio-Landwirtschaft“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Torsten Kunkel. „Bedenken gibt es jedoch gegenüber der genannten Gesamtkonstruktion.“

Treibende Kraft hinter der Bewerbung um das Prädikat „Bio-Musterregion Hohenlohe“ war die Stiftung Haus der Bauern, die der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) nahesteht. Die BESH war bereits bei der ersten Bewerbung dabei, für die es im Januar 2018 vom Land noch eine Absage gab – genauso wie die Kreise Schwäbisch Hall und Hohenlohe. Doch offenbar ist manchem Kreisrat das Konzept diesmal zu sehr auf die Stiftung zugeschnitten.

Im April 2019 hatte Walter Döring, ehrenamtlicher Koordinator der Bio-Musterregion, den Hohenlohekreis um einen Zuschuss gebeten. Doch der winkte in Abstimmung mit dem Kreis Hall ab, weil die Stelle des Regionalmanagers nicht – wie in allen anderen Musterregionen – bei einem Landkreis angesiedelt, sondern direkt an die Stiftung angebunden ist. Der Hohenlohekreis hat seine Zusage nun mit dem Vorbehalt verbunden, „dass die Tätigkeit des Regionalmanagements zumindest anteilig an einem Landratsamt zu leisten ist“. Mit den Bio-Musterregionen unterstützt das Land heimische Biobetriebe. Das Regionalmanagement soll Landwirte, Verarbeiter, Vermarkter und Verbraucher zusammenbringen. Ralf Reichert