Hohenlohe-Franken

Aus dem Auber Stadtrat Bauarbeiten in der Etzelstraße kurz vor dem Start / Kosten von 1,8 Millionen Euro werden von der Städtebauförderung bezuschusst

Zeitgemäßer Stadt-Wohnraum als Ziel

Archivartikel

Die Stadt Aub hat in der Etzelstraße in der Innenstadt zwei leerstehende Wohnhäuser erworben, um diese zu sanieren und dabei zeitgemäßen Wohnraum zu schaffen.

Aub. Geplant wurde der Umbau seit geraumer Zeit, Planungsentwürfe wurden im Stadtrat bereits wiederholt beraten. Jetzt steht der Beginn der Bauarbeiten bevor. Wie Tino Wagner vom Creglinger Architekturbüro WTJ den Auber Stadtrat bei dessen jüngster Sitzung informierte, soll Ende September die Baustelle eingerichtet werden.

Geplant ist, in dem Gebäude mit der Hausnummer vier insgesamt drei Wohnungen einzurichten. Die Technik- und Lagerräume der künftigen Hausbewohner sind im Dachgeschoss vorgesehen. Im Nachbargebäude Hausnummer sechs, dem kleineren Gebäude, ist eine weitere Wohnung vorgesehen Wohnräume befinden sich im Obergeschoss, ein Schlafatelier im Spitzboden.

Beide Gebäude sollen durch einen gemeinsamen Zugang erschlossen werden. Im Erdgeschoss des Hauses Nummer sechs sollen die Mauern zur Straße hin entfernt werden. Dort sind drei Stellplätze für die Fahrzeuge der Anwohner vorgesehen.

Die Rückseite der beiden Häuser sollen mit viel Fensterglas zu den dahinter liegenden Grünbereichen geöffnet werden.

Die Kosten der Baumaßnahmen belaufen sich nach aktuellen Zahlen auf rund 1,8 Millionen Euro, die von der Städtebauförderung bezuschusst werden. Erste Kostenschätzungen konnten nach Wagners Worten durch die eingegangenen Angebote nicht nur eingehalten, sondern sogar unterboten werden. Dabei seien die eingegangenen Angebote von den geschätzten Kosten erheblich abgewichen. Einige Angebote stehen auch noch aus. Ursprünglich waren die Baukosten auf 1,94 Millionen Euro veranschlagt worden.

Einschränkung für Anwohner

Während der Bauphase wird es für die Anwohner Einschränkungen geben. Für die Bauarbeiten wird ein großer Kran benötigt, der auf der Straße selbst aufgebaut wird. Hieß es in der öffentlichen Sitzung noch, dass der Kran auf der Etzelstraße, die direkt in die Auber Altstadt führt, aufgebaut werden muss und die Straße blockieren wird, ließ Bürgermeister Roman Menth später wissen, dass dies aus vergaberechtlichen Gründen nicht möglich ist. Vielmehr wird der Kran in der Johannes-Böhm-Straße aufgestellt.

Der Kran soll bis zur Kirchweih 2021, also bis Mitte August des kommenden Jahres dort stehen. Die Umbaumaßnahme selbst kann voraussichtlich bis Frühjahr 2022 abgeschlossen werden.

Menth zeigte sich erfreut darüber, dass die Baumaßnahmen nunmehr beginnen können. Seit vielen Jahren habe man geplant, jetzt erhofft er sich von der Baumaßnahme eine Signalwirkung für mögliche andere Investoren, leerstehende Gebäude wieder nutzbar zu machen.

Menth machte den Auber Stadtrat bei dessen jüngster Sitzung auf einen neuen Investitionspakt aufmerksam, nach dem auch über die Städtebauförderung der Bau von Sportstätten gefördert werden kann. Zuschüsse von neunzig Prozent auf die förderfähigen Kosten seien dort möglich. Gefördert werden können Maßnahmen von der Sanierung vorhandener Sporteinrichtungen bis zum Neubau. Ziel des Programmes ist die Förderung des Breitensportes. Bewerbungen für dieses Programm sind bis zum 2. Oktober möglich.

Ratsmitglied Theo Theuerkaufer brachte eine Mehrzweckhalle ins Gespräch. Die kostet die Stadt auch mit der Förderung noch eine Menge Geld, doch ist in der Bevölkerung offensichtlich Bedarf vorhanden.

Bedarf abfragen

Der Bürgermeister schlug vor, zusammen mit der Sportreferentin Corinna Kreiselmeier an die örtlichen Sportvereine heranzutreten und diese nach deren Bedarf zu befragen. Anschließend könne man über eine Bewerbung für dieses Programm befinden. Diesem Vorschlag schloss sich der Stadtrat an.

Schon in seiner letzten Sitzung hatte der Stadtrat beschlossen, die Zuwendungen aus dem kommunalen Förderprogramm aufzustocken. Die Obergrenze je gefördertem Anwesen soll statt bisher bei zehntausend bei künftig fünfzehntausend Euro legen. Einstimmig beschloss der Stadtrat, die Satzung entsprechend anzupassen.

Der Bürgermeister gab eine ganze Reihe von Auftragsvergaben in Zusammenhang mit der Baumaßnahme in der Etzelstraße, dem Sankt-Georgs-Treff in Baldersheim und der Erneuerungsmaßnahme „Kirchgasse“ in Baldersheim bekannt. Im letzten Fall beläuft sich die Vergabesumme auf 1,26 Millionen Euro.