Hohenlohe-Franken

Bildung Die Gemeinde Rot am See sucht sowohl einen Schulleiter als auch einen Schulsozialarbeiter

Wichtige Stellen sind zu besetzen

In Rot am See sind wichtige Stellen vakant: Die Gemeinde sucht nicht nur einen Schulleiter, sondern auch einen Schulsozialarbeiter.

Rot am See. Bürgermeister Siegfried Gröner war „sehr überrascht“, als ihm der bisherige Rektor der Gemeinschaftsschule in Rot am See, Joachim Kraft, im Frühjahr eröffnete, sein Amt aus privaten Gründen nicht länger ausüben zu können. „Ich habe das sehr bedauert“, sagt Gröner im Gespräch mit unserer Zeitung. „Er hat die Schule bestens gekannt. Da fehlt jetzt einfach etwas.“

Kraft war schließlich keiner, der mal eben kam und wieder ging, sondern er wirkte seit fast 20 Jahren als Pädagoge in Rot am See. In seinen sechs Jahren als Stellvertreter von Schulleiter Oliver Grau, der an die Crailsheimer Eichendorffschule wechselte, war er maßgeblich an der Etablierung der Gemeinschaftsschule beteiligt. Kein Wunder, dass Gröner bei der Ernennung Krafts zum Schulleiter sagte: „Es hätte uns nichts Besseres passieren können.“ Das war im Juni 2018, also vor nicht viel mehr als einem Jahr. Und nun? Es gibt mit Sebastian Glemser einen neuen Konrektor, der der Schulleitung kommissarisch übernimmt. „Ich bin gottfroh“, so Gröner, „dass wir jemanden haben, der sich mit der Schule identifiziert und sich voll reinhängt.“ Nun sei das ganze Kollegium gefragt, Glemser zu unterstützen. Er sei sich sicher, so Gröner, „dass es mit ihm gut weitergeht“. Gleichwohl: Ein nicht bloß kommissarischer Kraft-Nachfolger wird gesucht. Und wer Gröner kennt, weiß, dass er Dinge gerne schnell geregelt hat. Entsprechend genervt ist der Bürgermeister, dass sich das Besetzungsverfahren hinzieht – und wohl erst fürs Schuljahr 2020/21 mit einem neuen Schulleiter zu rechnen ist. „Das hat schon bei Herrn Kraft so lange gedauert“, erinnert sich Gröner. Er habe Kultusministerin Susanne Eisenmann auf das „elend lange Verfahren“ angesprochen, geändert habe sich bisher nichts. Sein Urteil: „Katastrophal.“

Noch eine weitere Personalie bereitet Gröner derzeit Sorgen. Vor den Ferien hat er nämlich auch die allseits geschätzte Jugendreferentin und Schulsozialarbeiterin der Gemeinde, Katrin Rac, in den Mutterschutz verabschiedet. Die Nachfolgesuche läuft schon seit geraumer Zeit, aber sie gestaltet sich äußerst kompliziert. Obwohl man sich direkt an Fachhochschulen gewandt hat und das Landratsamt an der Suche beteiligt ist, gibt es bisher noch nicht einmal Bewerbungen. Der Markt scheint leergeräumt. Aufgeben freilich ist Gröners Sache nicht: „Wir suchen natürlich weiter.“