Hohenlohe-Franken

Seniorenplan Haller Kreistag beschließt Werk einstimmig

Von Mobilität bis Pflege im Alter

Schrozberg.Der Planungsprozess dauerte mehr als zwei Jahre, seit ein paar Wochen haben die Kreisräte den 277 Seiten starken Seniorenplan für den Landkreis Hall.

„Das Ziel des Planungsprozesses ist erreicht worden. Vor uns liegt ein Werk, das vom seniorengerechten Wohnen über die Mobilität und Infrastruktur, die verschiedenen Formen von Unterstützung und Pflege im Alter bis hin zur Gesundheitsversorgung alle wichtigen Lebensbereiche abdeckt“, so Landrat Gerhard Bauer jetzt im Kreistag. Den Plan erarbeitete die Kreisverwaltung mit dem Kommunalverband für Jugend und Soziales. Die 26 Themenbereiche sind mit 97 Vorschlägen „für die Umsetzung garniert und bieten viele Möglichkeiten, aktiv zu werden“. Der Landrat sieht die Weiterentwicklung als gesellschaftliche Aufgabe und will, „dass der Seniorenplan in den Kommunen diskutiert wird“.

Stimmen aus dem Kreistag

„Das ist ein Werk für eine weitsichtige Seniorenpolitik im Landkreis. Wünschen wir uns, dass der Plan zu einem hilfreichen Navi in der Sozialpolitik wird“, sagt Kreisrat Siegfried Trittner (Freie). SPD-Kreisrätin Helga Hartleitner betont, dass die Empfehlungen nicht in der Schublade verschwinden dürfen. „Das Ganze ist nicht umsonst zu haben“, sagt Hartleitner. Kreisrat Hans-Joachim Feuchter (Grüne/ÖDP) sieht das ähnlich und weist darauf hin, dass nun die Kommunen und Städte gefordert seien, den Plan in ihren Gemeinderäten vorzustellen. CDU-Rat Jens Zielosko bittet den Landrat darum, dazu Rückmeldung im Kreistag zu geben. „Wird das Thema Altersarmut noch separat aufgegriffen?“, fragt SPD-Rat Karl Eichele. cus